Bosch und Qualcomm bauen ihre Zusammenarbeit aus und wollen künftig auch Fahrerassistenz- und automatisierte Fahrfunktionen gemeinsam entwickeln.
Automobilzulieferer Bosch und US-Chiphersteller Qualcomm weiten ihre bisher auf Infotainment und Cockpit-Systeme begrenzte Kooperation aus. Geplant sind gemeinsame Technologien für Fahrerassistenzsysteme. Die ersten Fahrzeuge mit entsprechenden Lösungen für assistiertes und automatisiertes Fahren sollen 2028 auf den Markt kommen.
Zum Einsatz kommen sollen Bosch-Fahrzeugcomputer in Verbindung mit Qualcomms Snapdragon‑Ride‑Plattformen. Vorgesehen sind sowohl spezialisierte Rechner für einzelne Assistenzfunktionen als auch integrierte Lösungen, die Infotainment und Assistenz auf einem Chip zusammenführen. Den Unternehmen zufolge ist es das Ziel, zentrale Fahrzeugrechner für Funktionen wie Abstandstempomat, Spurhalten oder andere teilautomatisierte Fahrfunktionen günstiger und skalierbarer zu gestalten.
Bosch und Qualcomm arbeiten bereits seit 2021 zusammen. Nach Angaben von Bosch wurden seitdem weltweit mehr als zehn Millionen Cockpit‑Computer auf Basis von Qualcomm‑Technik entwickelt und ausgeliefert. Für die neuen Assistenzsysteme soll es bereits erste Kunden geben. (SP-X)