Mit 60 Stunden Zeitverlust pro Jahr überholt Düsseldorf Berlin als Deutschlands Stau-Spitzenreiter. Baustellen und mehr Pendler verschärfen das Verkehrschaos.
Autofahren in Düsseldorf wird zur Geduldsprobe: Mit durchschnittlich 60 Stunden Zeitverlust pro Jahr hat die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens Berlin als Deutschlands Stau-Spitzenreiter abgelöst. Das zeigt die aktuelle Stau-Studie des Verkehrsdatenanbieters Inrix. Hauptgrund sind die zahlreichen Baustellen auf den Autobahnen rund um Düsseldorf, die den Verkehr massiv beeinträchtigen.
Berlin, der bisherige Spitzenreiter, liegt 2024 mit 58 Stunden auf Platz zwei, gleichauf mit Stuttgart. Es folgen Köln (56 Stunden) und München (55 Stunden). Besonders betroffen ist der Straßenabschnitt auf der A3 bei Duisburg, der als staureichster Deutschlands gilt.
Im weltweiten Ranking schneidet Deutschland im Vergleich noch glimpflich ab. Istanbul führt die Liste mit 105 Stunden Zeitverlust an, gefolgt von New York und Chicago (je 102 Stunden). Europas staureichste Stadt ist London mit 101 Stunden, während Paris und Dublin ebenfalls weit oben rangieren.
Ein Grund für die wachsende Staubelastung ist die Rückkehr vieler Arbeitnehmer aus dem Homeoffice. In Düsseldorf nahm die Verzögerung um 22 Prozent zu, in Berlin um 5 Prozent. Bremen hingegen sticht positiv heraus: Hier sank die Staubelastung um 11 Prozent auf 40 Stunden.
Ob Düsseldorf 2025 Maßnahmen ergreifen wird, um das Verkehrschaos zu mildern, bleibt abzuwarten. Für Pendler bleibt der Weg durch die Stadt eine Geduldsprobe. (sp-x/ja)