Auch im November 2024 verzeichnet der deutsche Pkw-Markt einen Rückgang zum Vorjahresmonat. Dabei brechen BEV-Zulassungen ein, PHEVs erholen sich weiter.
Die Aussichten für Elektroautos bleiben weiterhin trübe, während Teilzeitstromer eine deutliche Renaissance erleben. Der Gesamtmarkt gab im November 2024 im Vergleich zum Vorjahresmonat leicht um 0,5 Prozent nach. Insgesamt wurden laut einer Analyse des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA), durchgeführt vom Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), im abgelaufenen Monat 244.544 Fahrzeuge neu zugelassen. Unter Berücksichtigung eines Arbeitstages weniger ergibt sich daraus jedoch ein kalenderbereinigtes Wachstum von 4,3 Prozent.
Bei den rein batterieelektrischen Fahrzeugen (BEVs) war indes ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Mit 35.167 Neuzulassungen sank die Zahl um 21,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Marktanteil der BEVs lag bei 14,4 Prozent. Seit Jahresbeginn belaufen sich laut der Analyse die Neuzulassungen von BEVs auf 347.048 Pkw, was einem beträchtlichen Minus von 26,1 Prozent.
Im Gegensatz dazu erlebten Plug-In-Hybride (PHEVs) einen Aufschwung mit einem Zuwachs von 13,7 Prozent und 20.604 Neuzulassungen. Und: Der PHEV-Marktanteil erreichte mit 8,4 Prozent sogar den höchsten Stand seit dem Ende der Kaufförderung im Dezember 2022.
Insgesamt wurden im November 55.771 Elektrofahrzeuge (BEVs und PHEVs) neu zugelassen, was einem Rückgang von 11,6 Prozent entspricht. Der Gesamtmarktanteil der Elektrofahrzeuge sank von 25,7 Prozent im Vorjahr auf 22,8 Prozent in 2024.
Dagegen zeigte sich der Nutzfahrzeugmarkt robust und konnte im November sogar einen Anstieg bei den Neuzulassungen um 18,4 Prozent auf 37.675 Fahrzeuge verbuchen.
Die Gesamtbilanz des Pkw-Markts hierzulande rutscht allerdings ebenfalls leicht ins Minus. In den ersten elf Monaten des Jahres 2024 wurden demnach insgesamt 2.592.610 Pkw neu zugelassen, was einen leichten Rückgang von 0,4 Prozent zur Folge hat. Bei den Elektrofahrzeugen gab es einen stärkeren Rückgang: 519.850 Neuzulassungen bedeuten ein Minus von 17,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Nutzfahrzeuge verzeichneten hingegen ein Plus von 6,1 Prozent mit 352.650 Neuzulassungen seit Jahresbeginn. Diese Zahlen verdeutlichen die aktuellen Herausforderungen und Veränderungen im deutschen Automobilmarkt, insbesondere im Bereich der Elektromobilität. (SP-X/MN)