Deutsche Autohersteller exportieren Fahrzeuge im Wert von 34 Mrd. Euro in die USA – trotz wachsender Produktion direkt vor Ort bleibt der Export zentral.
Trotz zunehmender lokaler Produktion vor Ort verschiffen deutsche Autohersteller weiterhin Fahrzeuge im großen Stil in die Vereinigten Staaten. Wie aus einer aktuellen Statista-Grafik auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamts hervorgeht, waren die USA im vergangenen Jahr mit Abstand wichtigster Abnehmer von Kraftfahrzeugen „Made in Germany“.
Demnach exportierten die deutschen Hersteller im Jahr 2024 Autos im Gesamtwert von rund 34 Milliarden Euro in die Vereinigten Staaten. Damit liegen die USA deutlich vor dem zweit- und drittplatzierten Vereinigten Königreich und China, die jeweils auf rund 20 Milliarden Euro kamen. Wichtigster europäischer Absatzmarkt war Frankreich mit einem Exportvolumen von 18,2 Milliarden Euro.
Obwohl BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen inzwischen viele Modelle – vor allem größere SUV – direkt in US-amerikanischen Werken fertigen, bleibt der Export aus Deutschland für sie ein wichtiger Faktor. Besonders Limousinen und Coupés werden weiterhin bevorzugt in heimischen Produktionsstätten hergestellt und von dort aus verschifft. Audi und Porsche verfügen aktuell über keine eigenen Fertigungsstätten in den USA und beliefern den Markt ausschließlich aus europäischen oder mexikanischen Werken.
Die starke Abhängigkeit vom US-Markt macht die Branche anfällig für politische Entwicklungen. Vor allem mögliche Importzölle unter der Regierung von Ex-Präsident Donald Trump – sollte dieser erneut ins Amt zurückkehren – bereiten der deutschen Autoindustrie Sorgen. Zwar trägt die lokale Produktion zur Risikominimierung bei, der transatlantische Export bleibt jedoch zentraler Bestandteil des Geschäfts. (sp-x/ja)