Die Deutschen halten am Verbrenner fest! Eine aktuelle Studie zeigt: Elektroautos stagnieren in der Beliebtheit, während Benziner und Diesel ein kleines Comeback feiern. Viele Autofahrer zweifeln am geplanten Verbrenner-Aus.
Das Interesse an reinen Elektroautos bleibt in Deutschland weiterhin verhalten. Laut der aktuellen Targobank-Autostudie, die seit 2016 jährlich durchgeführt wird, bevorzugen Käufer nach wie vor mehrheitlich Fahrzeuge mit konventionellen oder hybriden Antrieben.
Auf die Frage nach dem bevorzugten Antrieb für ein zukünftiges Fahrzeug gaben 31 Prozent der Befragten an, einen Benziner kaufen zu wollen. 14 Prozent setzen weiterhin auf Diesel. Hybridfahrzeuge wären für 19 Prozent die erste Wahl, wobei die Hälfte davon (51 Prozent) Plug-in-Hybride bevorzugen würde. Reine Elektroautos (BEV) kommen lediglich auf 17 Prozent Zustimmung. Noch geringer ist das Interesse an Brennstoffzellenfahrzeugen, das mit nur einem Prozent sogar um zwei Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr gesunken ist. 18 Prozent zeigten sich unentschlossen (-3 Prozentpunkte).
Eine spannende Entwicklung: Während das Interesse an Elektroautos zwischen 2018 und 2022 von 5 auf 17 Prozent anstieg, stagniert es seither. Gleichzeitig erleben Benziner und Diesel eine leichte Renaissance.
Passend dazu steigt die Skepsis gegenüber dem geplanten EU-Verbrennerverbot ab 2035. Aktuell lehnen 73 Prozent der Befragten dieses Vorhaben ab – ein Anstieg um sieben Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr.
Dennoch zeigen sich die Deutschen offen für nachhaltige Verkehrskonzepte: 88 Prozent wünschen sich einen Ausbau der Bahn, 86 Prozent fordern mehr Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr. Auch alternative Antriebe bleiben ein Thema: 81 Prozent sprechen sich für mehr Ladeinfrastruktur aus, 74 Prozent unterstützen Investitionen in synthetische Kraftstoffe (eFuels).