Mit smarter Telematik optimiert „Dächer von Hunold“ seinen Fuhrpark. Effiziente Routen, Echtzeitdaten und E-Mobilität erobern langsam das Handwerk.
In einer Zeit, in der Digitalisierung zunehmend auch kleine und mittelständische Betriebe erreicht, geht das Team der Firma Dächer von Hunold aus Detmold einen Schritt voraus. Thomas Potthast, Dachdeckermeister und Geschäftsführer des Unternehmens, zeigt, wie smarte Lösungen nicht nur Effizienz bringen, sondern auch die Arbeitsweise seiner 31-köpfigen Mannschaft nachhaltig verändern.
Im Büro kann Potthast mit wenigen Klicks nachvollziehen, wo sich seine 14 Fahrzeuge befinden. Ein Notfall? Kein Problem! Statt stundenlanges Telefonieren reicht ein Blick aufs Dashboard, um den nächstgelegenen Mitarbeiter zur Baustelle zu schicken. Das spart Zeit, Geld – und Nerven. „Das ist natürlich eine richtig coole Nummer, da wird keiner mehr gestört, da sind dann die direkten Wege und da spart man natürlich viel Zeit und Geld“, erklärt Thomas Potthast, als er uns die Telematiklösung in seiner Fahrzeugflotte zeigt. Sein Unternehmen setzt auf Ford Pro Telematics, ein System, das den Fuhrpark digital vernetzt und in Echtzeit überwacht.





Anfangs gab es im Team Bedenken. Einige Mitarbeiter sorgten sich, dass sie durch die Telematiksysteme überwacht werden könnten. Doch Potthast begegnete diesen Ängsten mit Transparenz: „Wir haben das in einer Betriebsversammlung vorgestellt und offen kommuniziert. Es geht nicht darum, jemanden zu kontrollieren, sondern darum, die Arbeitsabläufe zu optimieren.“ Heute sind die anfänglichen Zweifel verflogen. Die App wird von allen gern genutzt, nicht zuletzt wegen praktischer Funktionen wie der Möglichkeit, Fahrzeuge aus der Ferne zu entriegeln. Potthast erzählt mit einem Schmunzeln: „Ein Azubi hat neulich angerufen, weil er den Kollegen oben nicht erreichen konnte. Statt hochzulaufen, hat er mich gebeten, das Auto per App zu öffnen.“
Auch in Sachen Nachhaltigkeit denkt der Betrieb langfristig. Schon bald sollen die ersten Fahrzeuge auf Elektromobilität umgestellt werden – natürlich strategisch: „Wir machen das Stück für Stück. Wir nehmen erstmal die Fahrzeuge oder die Mitarbeiter, bei denen es am meisten Sinn macht“, so Potthast. Um die neuen E-Fahrzeuge umweltfreundlich zu laden, wird derzeit eine Photovoltaikanlage installiert. „Wenn die Jungs von Mai bis September Feierabend haben, können sie direkt von der Sonne betankt werden“, erklärt Potthast begeistert. Im Winter wird der Restbedarf über das Netz gedeckt – eine effektive Kombination aus Ökologie und Ökonomie.
Ein weiteres Highlight: die regelmäßigen Fahrzeugchecks. Über die App können die Mitarbeiter kleine Wartungsarbeiten selbst dokumentieren. Von der Prüfung der Bremslichter bis hin zum Reifendruck – alles wird über die App erfasst. „Das spart uns Zeit und sorgt dafür, dass unsere Fahrzeuge immer einsatzbereit sind“, sagt Potthast. Und auch in Sachen Sicherheit denkt das Unternehmen weiter. Alarmmeldungen bei unbefugtem Zugriff oder das Tracking von teurem Werkzeug bieten zusätzliche Absicherung. „Man kriegt gleich eine Meldung, wenn das Auto aufgebrochen werden sollte. Das ist im Handwerk Gold wert.“
Thomas Potthast nicht nur die Effizienz seines Betriebs gesteigert, sondern auch ein starkes Zeichen für Nachhaltigkeit im Handwerks gesetzt. Vom reibungslosen Ablauf auf Baustellen bis zur Elektrooffensive: Dächer von Hunold zeigt, wie Digitalisierung in der Praxis funktionieren kann. Ein echter Best-Practice-Fall – nicht nur für Dachdecker, sondern für alle, die darüber nachdenken, wie man mit Technologie mehr aus seinem Betrieb herausholen kann.