Rückruf bei Mercedes: Wegen Brandgefahr durch Kurzschluss in der Hochvolt-Batterie müssen weltweit 33.705 EQA und EQB in die Werkstatt – 3.119 in Deutschland.
Mercedes-Benz steht erneut vor einem großen Rückruf: Weltweit müssen 33.705 Fahrzeuge der Elektro-SUV-Modelle EQA und EQB in die Werkstätten. Der Grund: Ein potenzieller Kurzschluss in der Hochvolt-Batterie, der zu Fahrzeugbränden führen kann. In Deutschland sind 3.119 Fahrzeuge betroffen.
Die betroffenen Modelle stammen aus den Baujahren 2021 bis 2024 und sind mit einer 70,5-kWh-Batterie des chinesischen Zulieferers Farasis ausgestattet. Fahrzeuge mit der 66,5-kWh-Batterie von LG sind nicht betroffen. Die Ursache des Problems liegt in Produktionsschwankungen beim Zulieferer, die in Kombination mit externen Faktoren wie Stromschwankungen oder mechanischen Beschädigungen zu einem Kurzschluss führen können. Bislang wurden fünf solcher Fälle in China dokumentiert.
Als vorübergehende Maßnahme empfiehlt Mercedes-Benz den Haltern der betroffenen Fahrzeuge, den Ladezustand der Batterie auf maximal 80 Prozent zu begrenzen. Eine dauerhafte Lösung soll durch ein Software-Update des Batteriemanagementsystems erfolgen, das jedoch derzeit noch nicht verfügbar ist. Sobald die Software bereitsteht, werden die Kunden informiert, um einen Termin in der Werkstatt zu vereinbaren.
Der Rückruf läuft in Deutschland unter der KBA-Referenznummer 14775R. Mercedes-Benz betont, dass die Sicherheit der Kunden oberste Priorität hat und arbeitet intensiv an der schnellen Behebung des Problems.
Besitzer eines EQA oder EQB sollten umgehend prüfen, ob ihr Fahrzeug betroffen ist, und die empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen befolgen. Bei Unsicherheiten steht der Kundenservice von Mercedes-Benz für weitere Informationen zur Verfügung. (ja)