Die Belegung öffentlicher Ladepunkte in Deutschland ist im Durchschnitt relativ niedrig. Dennoch gibt es Unterschiede je nach Ladeart und Region.
Öffentliche Ladepunkte in Deutschland sind im Durchschnitt wenig ausgelastet. Laut einer Analyse der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur waren geförderte, öffentlich zugängliche Ladepunkte zwischen Juli 2023 und Juni 2024 durchschnittlich nur 2,3 Stunden am Tag belegt, was einer Auslastung von rund 9,6 Prozent entspricht. Dieser Wert ist im Vergleich zu den Vorjahren leicht gesunken, da die Infrastruktur schneller gewachsen ist als die Anzahl der Elektrofahrzeuge.
Es gibt deutliche Unterschiede bei der Nutzung der verschiedenen Ladearten. Normalladepunkte bis 22 Kilowatt haben die höchste Auslastung, gefolgt von Hochleistungsladestationen (HPC). Ladepunkte im mittleren Bereich von 22 bis 149 Kilowatt werden am seltensten genutzt und zunehmend durch schnellere Säulen ersetzt.
Die Auslastung variiert auch innerhalb des Tages. Nachts zwischen Mitternacht und 5 Uhr ist sie am geringsten, während sie vormittags deutlich ansteigt und mittags ihren Höhepunkt erreicht. Abends nimmt die Belegung wieder ab. Der höchste Wert im Beobachtungszeitraum wurde am Freitag, dem 8. Dezember 2023, verzeichnet, als knapp jeder fünfte Ladepunkt besetzt war.
Regionale und saisonale Unterschiede beeinflussen ebenfalls die Auslastung. In Metropolen bleibt sie auch abends hoch, während in touristischen Regionen wie Ostholstein die Auslastung an Wochenenden und in Ferienzeiten stark ansteigt, besonders am Osterwochenende 2024. (SP-X/vdf)