Die Preise an öffentlichen Ladesäulen variieren stark. Der BBM kritisiert dies und fordert eine klare Preisausweisung, ähnlich wie an Tankstellen.
Der Bundesverband Betriebliche Mobilität e.V. (BBM) kritisiert seit 2021 die fehlende Preistransparenz an öffentlichen Ladesäulen. Der Verband begrüßt die Initiative des Landes Baden-Württemberg für mehr Klarheit und Fairness beim Laden von Elektrofahrzeugen. Aktuell sind die Tarife je nach Anbieter, Karte oder App unterschiedlich, was betriebliche Mobilitätsverantwortliche vor große Herausforderungen stellt. Eine ADAC-Auswertung aus dem Juli 2025 zeigt, dass Kunden ohne Vertrag bis zu 62 Prozent mehr zahlen müssen. Verkehrsminister Winfried Hermann fordert klare Preisangaben und kritisiert hohe Aufschläge für Fremdkunden als Wucher.
Der BBM unterstützt die Forderung nach klarer Preisausweisung direkt an der Ladesäule, ähnlich wie an Tankstellen. Zudem sollte es möglich sein, den eigenen Stromtarif an jeder Ladesäule zu nutzen. Dies würde es vor allem Unternehmen ermöglichen, unabhängig vom Betreiber zu einem einheitlichen Tarif zu laden. Die Umsetzung dieser Forderungen könnte die Akzeptanz der Elektromobilität in der betrieblichen Praxis erhöhen und den Umstieg auf elektrische Fahrzeuge erleichtern.
Der Verband fordert Bund und Länder auf, gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen, um die Preistransparenz an öffentlichen Ladepunkten sicherzustellen und die Elektromobilität zu fördern. (vdf)