Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 14.585 kaskoversicherte Fahrzeuge als gestohlen gemeldet. Laut dem GDV ist auch die Schadenhöhe gestiegen.
Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilt, wurden 14.585 kaskoversicherte Fahrzeuge als gestohlen gemeldet, 18,8 Prozent mehr als im Vorjahr (2022). Der wirtschaftliche Gesamtschaden betrug 310 Millionen Euro, pro Diebstahl zahlten die Versicherungen im Schnitt 21.400 Euro und damit vier Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders hoch ist das Diebstahlrisiko dem Branchenverband zufolge in Berlin. Mit 4.266 Fällen spielt sich dort bundesweit fast jeder dritte Diebstahl ab. In Nordrhein-Westfalen waren es 2.915, am unteren Ende stand Mecklenburg-Vorpommern mit 181 Diebstählen. In Bayern waren es den Angaben zufolge 596 Fahrzeuge. In fast allen Bundesländern stiegen die Fallzahlen, Rückgänge gab es lediglich in Hamburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.
Tendenziell nimmt die Zahl der Autodiebstähle allerdings ab. Anfang der 1990er-Jahren wurden pro Jahr teilweise mehr als 100.000 kaskoversicherte Autos gestohlen. In dieser Zeit zog allerdings mit der elektronischen Wegfahrsperre ein neuer Sicherheitsmechanismus in die Fahrzeuge sein. Seit 1998 zählt sie bei Pkw und Transportern zur Pflichtausstattung. Das einfache Kurzschließen der Fahrzeuge ist seitdem nicht mehr möglich. (SP-X/ADAC/mn/ks)