Wieder mehr Rückrufe: 2024 hat das Kraftfahrt-Bundesamt über 2,8 Millionen Fahrzeuge wegen Sicherheitsmängeln zurückgerufen.
Im Jahr 2024 hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) rund 2,84 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten zurückbeordert, da sicherheitsrelevante Mängel festgestellt wurden. Diese Zahl liegt 48 Prozent über dem Wert des Vorjahres, in dem etwa 1,9 Millionen Autos und Motorräder betroffen waren.
Zwischen 2018 und 2022 wurden jährlich drei bis dreieinhalb Millionen Fahrzeuge zurückgerufen. Ein Einbruch gab es 2023 mit knapp zwei Millionen Rückrufen. Mit dem Anstieg 2024 nähert sich die Statistik wieder dem Durchschnittswert der vergangenen Jahre.
Die betroffenen Systeme variieren stark. 2021 standen Fahrerassistenzsysteme, Airbags und elektrische Komponenten im Vordergrund. Andere Jahre waren von Problemen mit Motoren und Abgasanlagen geprägt.
Große Schwankungen entstehen durch baureihenübergreifende Serienaktionen. Seit 2015 gibt es Rückrufaktionen wegen fehlerhafter Takata-Airbags, die Millionen Autos betreffen. Die Hochphase endete 2019, aber kleinere Rückrufe treten weiterhin auf. (SP-X/vdf)