Foto: LeasePlan

Jahresbilanz 2017

LeasePlan: Höhere Schäden wegen höherwertiger Technik

Kfz-Versicherung: Das Unternehmen LeasePlan hat sich die Schäden der bei ihnen versicherten Fahrzeuge ganz genau angesehen.

Inhaltsverzeichnis

Spitzenreiter bei Teilkasko-Schäden waren mit 16 Prozent Anteil laut LeasePlan wieder Glasschäden, die zum Scheibenaustausch führten. Insgesamt sind die durchschnittlichen Schadenaufwendungen je Fahrzeug in der Teilkasko-Versicherung im vergangenen Jahr konstant bei 214 Euro geblieben.

Teilkasko: Neue Scheiben nach Sturm und Hagel

Die höhere Schadenfrequenz von Sturm- und Hagelschäden (von 0,94 Prozent 2016 auf 1,47 Prozent 2017) wurde durch die Halbierung der Schadenfrequenz von Navi-Diebstählen (von 0,68 Prozent 2016 auf 0,34 Prozent 2017) ausgeglichen.

Die Frequenz beim Diebstahl von Navigationsgeräten hat sich im Vorjahr zwar halbiert, allerdings ist festzuhalten, dass der Aufwand je Schaden mit etwa 8.000 Euro im Vergleich zu 7.000 Euro im Vorjahr gestiegen ist.

Gleiches gilt für die Totalentwendungen. Die Anzahl der Diebstähle ging marginal zurück, allerdings lag der Aufwand je Schaden in 2017 bei 17.000 Euro im Vergleich zu 13.000 Euro in 2016.

Diebstahl aus "hochwertigen und gut geschützten Fahrzeugtypen"

"Steigende Kosten bei Einbrüchen und Totalentwendungen entstehen dann, wenn sich Kriminelle vermehrt den hochwertigen und gut geschützten Fahrzeugtypen zuwenden, wie wir sie im Businessumfeld antreffen. Hinsichtlich der Schadenfrequenz hoffen wir natürlich, dass es bei den Diebstählen von Navigationsgeräten noch weiter nach unten geht", sagt Dieter Jacobs, Geschäftsleitung Fuhrparkmanagement bei LeasePlan Deutschland.

"Leider gilt das aufgrund der immer höherwertigen Navigationsgeräte und der damit verbundenen Technik im Fahrzeug nicht zwangsläufig auch für den Schadenaufwand".

Vollkasko: Neue Assistenzsysteme verursachen hohe Reparaturkosten

Leicht gestiegen sind die durchschnittlichen Gesamtaufwendungen pro Fahrzeug in der Vollkasko von 656 Euro (2016) auf 679 Euro (2017). Rangierschäden haben mit über zwölf Prozent weiterhin die höchste Schadenfrequenz.

Leicht gesunken ist zwar die Frequenz von Auffahrunfällen, aber der Aufwand je Schaden ist mit etwa 2.700 Euro hoch. Bei Vorfahrtsverletzung liegen die Kosten je Schaden bei etwa 4.600 Euro.

Jacobs: "Wir sehen hier seit einiger Zeit einen Trend, der vielen Fahrzeughaltern nicht bewusst ist. Die zunehmende Zahl von Assistenzsystemen macht das Autofahren zwar sicherer, aber wenn es zu einem Schadenfall kommt, sind die Reparaturkosten entsprechend hoch. Was bisher ein Bagatellschaden war, ist heute ein Kostentreiber – ein kleiner Rempler an der Stoßstange beschädigt Rückfahrkamera oder Abstandswarner."

Der "Faktor Mensch" ist ein "Kostentreiber"

Der Faktor „Mensch“ spielt nach wie vor eine bedeutende Rolle in der Statistik. Leider entwickelte sich auch die Zahl der Schäden, die beim Überholen und beim Fahrstreifenwechsel entstanden sind sowie durch Schleuderunfälle und Ausweichmanöver verursacht wurden, nach oben.

Für Fuhrparkmanager misslich: "Auch wenn es kaum Ausreißer gibt, setzt sich die unerfreuliche zahlenmäßige Entwicklung der Vollkasko-Schäden aus dem Vorjahr fort, die entweder durch mangelnde Fahrzeugkontrolle oder fehlende Aufmerksamkeit verursacht wurden. Sie gehören damit wieder zu den Kostentreibern", sagt Dieter Jacobs, Geschäftsleitung Fuhrparkmanagement bei LeasePlan Deutschland.

So hat LeasePlan die Statistik ausgewertet

LeasePlan ist einer der führenden Autoleasing-, Fuhrparkmanagement- und Car-as-a-Service Anbieter und betreut in Deutschland über 100.000 ausschließlich gewerblich genutzte Fahrzeuge. Zum Full-Service-Dienstleistungsangebot zählt unter anderem die Flottenversicherung.

Alle hier genannten Zahlen sind Mittelwerte, die LeasePlan Deutschland für die spezifischen Schadenskategorien ermittelt, um entsprechende Analysen vorzunehmen.(tibü)

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