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Motorenupdate für das SUV

Mazda CX-5: auf sauberem Kurs

Der Mazda CX-5 steht bei Mazda an der Spitze der Verkaufsrangliste. Und auch in den Fuhrparks hat das SUV beste Karten.

Inhaltsverzeichnis

Von Wolfgang Schäffer

SUV und Diesel – das war in den vergangenen Jahren eine fast untrennbare Symbiose. Doch die Partnerschaft hat Risse bekommen. Die Diskussion um die Selbstzünder hat zu einem massiven Aufschwung der Benzinmotoren geführt. Das hat sich auch bei den Absatzzahlen des Mazda CX-5 bemerkbar gemacht. So ging der Dieselanteil in dieser Baureihe im vergangenen Jahr auf 28 Prozent zurück.

Benziner stark, Diesel kommt wieder

Dafür kletterten die Verkaufszahlen des großen Benziners enorm in die Höhe. Der 2,5 Liter Benzindirekteinspritzer mit 194 PS schaffte es im ersten Halbjahr 2018 auf satte 30 Prozent. Ein Trend, der sich inzwischen aber wieder dreht.

Laut Mazda-Sprecher Jochen Münzinger sind die Bestellzahlen für die beiden Dieselmodelle mittlerweile wieder auf fast 50 Prozent geklettert. "Mit SCR-Katalysator und Harnstoffeinspritzung schaffen die Selbstzünder die Euro 6d-Temp. Damit scheinen die Kunden wieder die notwendige Sicherheit zu haben, um sich für diese Antriebsart zu entscheiden."

Einstiegsdiesel ist der 2,2-Liter-Motor mit 150 PS, einem Drehmoment von 380 Newtonmetern (Nm) und Biturbo-Aufladung. Die Variante ist sowohl mit Front- als auch mit Allradantrieb im Angebot und lässt sich zudem auf Wunsch mit einem Sechsgang-Automatikgetriebe statt der Sechsgang-Schaltung ausstatten.

Kleiner Diesel überzeugt mit Laufruhe

Schon dieses Aggregat (Normverbrauch 5,5 Liter) zieht in allen Tempobereichen mächtig durch und läuft angenehm leise. Der größere Selbstzünder indessen überzeugt mit spürbar mehr Kraft. Bei gleichem Hubraum wurde die Leistung im Vergleich zum Vorgänger um neun auf jetzt 184 PS gesteigert. Vor allem aber der Zuwachs beim Drehmoment von bisher 420 auf nun 445 Nm macht sich beim Antritt und Beschleunigen bemerkbar.

Das Ansprechverhalten ist schon bei niedrigen Drehzahlen schön direkt. Der Spitzendiesel, der mit einem Verbrauch von 5,6 Litern angegeben wird, ist ausschließlich mit Allradantrieb im Angebot kann aber wahlweise ebenfalls mit Schalt- oder Automatikgetriebe geordert werden. Der Wandlerautomat wechselt die Fahrstufen weich, Zugkraftunterbrechungen sind so gut wie gar nicht zu spüren.

Einstiegsbenziner wirkt müde

Wer sich bei den Benzinern für die Automatik entscheidet, der kann per Tastendruck in den Sportmodus wechseln. Das führt zu kürzeren Schaltzeiten und einem direkteren Ansprechverhalten. Einerlei ob mit Automatik oder manueller Schaltung - der Zweiliter-Benziner mit 165 PS ist alles andere spritzig. Der Saugmotor mit Direkteinspritzung (Allradantrieb auf Wunsch) benötigt schon hohe Drehzahlen, wenn's auf der Landstraße ans Überholen geht. Mindestens der vierte, wenn nicht gar der dritte Gang, sollte es schon sein, um bei Tempo 70 den Vordermann zügig zu passieren.

Und auch auf der Autobahn muss zurückgeschaltet werden, will man nach der 80er-Passage in der Baustelle wieder flott im Strom mitschwimmen.

Mazda CX-5 kommt mit Zylinderabschaltung

Mit dem 194 PS starken 2,5-Liter indessen ist das absolut kein Problem. Das Triebwerk ist mit einer Zylinderabschaltung ausgestattet, um Verbrauch und damit Schadstoffausstoß zu senken. Im Niedriglastbereich werden, unmerklich für die Passagiere, zwei Zylinder abgeschaltet. Laut Norm kommt der so motorisierte CX-5, der wie alle anderen Versionen über ein komfortabel, aber keineswegs zu weich abgestimmtes Fahrwerk verfügt, so auf einen Durchschnittsverbrauch von 7,4 Litern.

Mazda kann sogar auf die bei der Konkurrenz inzwischen fast überall verbauten Partikelfilter in den Benzinern verzichten und erreicht dennoch die Euro 6d-Temp-Norm. Serienmäßig ist der Top-Motor mit Automatikgetriebe und Allradantrieb kombiniert.

Wer sich für diese – dann aber auch unter anderem inklusive Navigationssystem, LED-Matrix-Licht, Bose-Soundanlage sowie einer Reihe von Assistenzsystemen ziemlich komplett ausgestattete – Version entscheidet, muss mindestens 38.690 Euro investieren. Der Einstiegsbenziner ist ab 25.490 Euro zu haben.

Diesel werden teurer

Bei den Dieseln schlägt sich die Ausstattung mit dem SCR-Katalysator samt 15 Liter großen Harnstofftank auf die Preise nieder. Mit 28.290 beziehungsweise 39.390 Euro kosten die Selbstzünder jetzt 800 Euro mehr als zuvor. Ein Preisanstieg, der vermutlich kaum einen Einfluss auf den Absatz in der Flotte haben dürfte.

Denn gerade bei den Vielfahrern spielen die Kosten für den Kraftstoff ein nicht unerhebliche Rolle. Da ist der Diesel nun einmal kaum zu schlagen. Und da jetzt auch die Zertifizierung nach dem WLTP-Messverfahren vorliegt, damit Euro 6d-Temp erreicht wird, sind auch mögliche Fahrverbote oder andere Einschränkungen kein Thema.

Technische Daten Mazda CX-5 Skyactiv-G 194 AWD:

Viertüriges Kompakt-SUV, Länge/Breite/Höhe/Radstand in Millimetern: 4.550/1.840/1.680/2.700, Leergewicht: 1.560 kg, Kofferraumvolumen: 506 l bis 1.620 l., Tankinhalt: 58 l; Wendekreisdurchmesser: 12 m.

Antrieb: Reihen-Vierzylinder-Benziner mit Zylinderabschaltung, Hubraum: 2.488 ccm, Leistung: 143 kW/194 PS bei 6.000 U/min, max. Drehmoment: 258 Nm bei 4.000 U/min, Höchstgeschwindigkeit: 195 km/h, 0 - 100 km/h: 9,2 s, Durchschnittsverbrauch: 7,4l /100 km, CO2-Ausstoß: 169 g/km, Sechsstufen-Automatikgetriebe, Allradantrieb, Preis: ab 38.690 Euro.

Mazda CX-5 technische Daten

© fuhrpark.de

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