Laut einer aktuellen Umfrage zum Reisemanagement priorisieren Unternehmen bei Dienstreisen zurzeit die Kostenkontrolle, Flexibilität und einfache digitalisierte Prozesse. Nachhaltigkeit hingegen spielt keine große Rolle.
Für eine aktuelle Studie zum Thema Geschäftsmobilität von Uber for Business und YouGov wurden über 600 Entscheider für Geschäftsmobilität zu ihren Prioritäten und Herausforderungen im Hinblick auf das Travelmanagement befragt. Dabei kristallisieren sich Kosteneinsparungen als ihr derzeit wichtigstes Ziel heraus: 62 Prozent geben an, dass diese zu ihren Prioritäten zählen. Transparenz bei den Ausgaben ist für 46 Prozent essenziell, die Benutzerfreundlichkeit für Mitarbeitende für 39 Prozent. Nachhaltigkeit gehört lediglich für 35 Prozent zu den Prioritäten.
Schwierigkeiten bei der Nachverfolgung von Reisekosten (45 Prozent), die Verwaltung unterschiedlicher Mobilitätsanbieter über verschiedene Regionen hinweg (44 Prozent) sowie die Verwaltung von Spesenbelegen (43 Prozent) machen Unternehmen im Hinblick auf ihre Geschäftsmobilität Probleme. Auch bei der Entwicklung der Reisebudgets zeigt sich ein gemischtes Bild: Mehr als ein Drittel der Unternehmen hat seinen Fokus auf Kosteneinsparungen im Jahr 2025 erhöht. Genauso viele geben an, ihre Budgets tatsächlich reduziert zu haben. Dem gegenüber stehen lediglich neun Prozent, die ihre Budgets erhöht haben. Etwas mehr als die Hälfte hat ihr Reisebudgets gegenüber dem Vorjahr nicht signifikant verändert.
38 Prozent der Befragten geben an, dass ihr Unternehmen seinen Mitarbeitenden ermöglicht, das Verkehrsmittel für ihre Geschäftsreisen frei zu wählen. Damit liegt Flexibilität klar vor traditionellen Modellen wie dem Firmenwagen (24 Prozent). Grundsätzlich erlauben die meisten Unternehmen dabei die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs (92 Prozent), Mietwagen (85 Prozent) und generell Bodentransporte (82 Prozent).
Nachhaltigkeit ist 2025 für viele keine Top-Priorität mehr im Hinblick auf Geschäftsreisen. Vielerorts fehlt es an konkreten Zielen: 71 Prozent der Befragten geben an, ihr Unternehmen habe keine Nachhaltigkeitsstrategie für den Bodentransport. Das teilt sich auf in 53 Prozent, die das Thema bisher gar nicht in Betracht gezogen haben, und 19 Prozent, die dafür offen wären, wenn sie eine Lösung zur Nachverfolgung hätten. Nur 29 Prozent erfassen bereits aktiv ihre Emissionen und arbeiten aktiv daran, sie zu reduzieren. (ks)