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SUV kommt im November

Neuer Porsche Macan ist jetzt voll vernetzt

Auch als Geschäftswagen hat der Porsche Macan einen hohen Stellenwert. Die Baureihe macht inzwischen 35 Prozent der Verkaufszahlen aus – die Neuvorstellung.

Inhaltsverzeichnis

Von Wolfgang Schäffer

Es muss im wahrsten Sinne des Wortes das Licht auf- oder besser gesagt angehen, damit die optischen Veränderungen des Porsche Macan nach der Modellpflege auf Anhieb ersichtlich werden.

Porsche Macan serienmäßig mit Vier-Punkt-LED-Scheinwerfer

Denn im Gesicht des kompakten SUV erstrahlen jetzt serienmäßig LED-Scheinwerfer mit der Vier-Punkt-Grafik, die mittlerweile auch Markenzeichen für Elfer, Cayenne und Panamera ist. Die schon bisher keinesfalls winzigen Lufteinlässe unterhalb der Scheinwerfer haben die Designer deutlich vergrößert. Das gibt der Front noch mehr Ausdruckskraft.

Am Heck leuchten ebenfalls vier Punkte, wenn die LED-Bremslichter aufflammen. Zwischen den Schlusslichtern spannt sich nun ein dreidimensional ausgearbeitetes LED-Leuchtenband. Das für Porsche charakteristische Designmerkmal lässt das Heck edler aussehen und unterstreicht zusätzlich noch die Breite.

Im Innenraum des Porsche Macan hat sich einiges getan

Richtig viel hat sich im Innenraum und hinsichtlich der Digitalisierung getan. So hat Porsche das Siebenzoll-Touchdisplay auf elf Zoll vergrößert. Dazu mussten die Lüftungsdüsen umziehen. Sie liegen jetzt nicht mehr neben, sondern unterhalb des Bildschirms. Eine Maßnahme, die den Armaturenträger noch einmal aufgeräumter wirken lässt.

Verkehrsinfos in Echtzeit

Mit dem neuen Touchscreen ziehen aber auch deutlich mehr Funktionen ein in den Macan. So bringt das jetzt integrierte Porsche Communication Management eine neue Stufe der Konnektivität für die Baureihe.

Mit dem serienmäßig verbauten Connect-Plus-Modul ist der Macan nun voll vernetzt. Die generell integrierte Online-Navigation ermöglicht beispielsweise Verkehrsinformationen in Echtzeit. Zudem ermöglicht der Ausbau der Digitalisierung, dass es jetzt eine intelligente Sprachsteuerung gibt.

Die Benutzeroberfläche des Infotainment-Systems lässt sich wie bereits beim neuen Cayenne und zuvor beim Panamera individuell mit vordefinierten Kacheln gestalten. Um die Bande zur Porsche-Familie komplett zu machen, bietet Porsche als Option das aus den Elfer bereits bekannte GT-Lenkrad an.

Neu entwickelte Reifen

Wer sich für das Sport-Chrono-Paket entscheidet, der kann in dem Lenkrad über den dort dann integrierten Mode-Schalter unterschiedliche Fahrprogramme anwählen und beim Druck auf den Response Button 20 Sekunden lang ein Höchstmaß an Performance abrufen.

Dafür haben die Techniker das Fahrwerk noch einmal etwas feiner abgestimmt, um Fahrstabilität und Komfort zu erhöhen. Zum Einsatz kommen neu entwickelte Reifen, die die mehr Querdynamik ermöglichen. Was bleibt, ist die in diesem Segment eher ungewöhnliche Mischbereifung. Dafür stehen neu gestaltete 20- und 21-Zoll-Aluräder zur Wahl.

Zu Beginn nur ein Zweiliter-Vierzylinder

Zum Marktstart im November bietet Porsche zunächst einmal ausschließlich einen Zweiliter-Vierzylinder mit 245 PS an, der seine Kraft wie bisher über ein Siebengang-DSG-Getriebe (PDK) auf beide Achsen überträgt. Das Triebwerk ist mit einem Partikelfilter ausgestattet und erfüllt somit die Euro-6d-Temp-Norm.

Das gilt auch die beiden im Frühjahr 2019 folgenden Motoren. Im Macan S ist das der Dreiliter-Sechszylinder, der mit 354 PS eine Leistungssteigerung von 14 PS erhält. Im Turbo sorgt dann der gleichstark gebliebene 2,9-Liter-Biturbo mit 440 PS für den bekannt hammerharten Vortrieb.

Über den Dieselmotor ist noch nicht entschieden

Der Vorverkauf für die beiden letztgenannten Aggregate beginnt im Herbst, während der Zweiliter bereits jetzt in der Bestellliste zu finden ist. Ein Diesel indessen fehlt dort vorerst noch.

"Wir haben noch keine finale Entscheidung getroffen, ob wir wieder einen Selbstzünder anbieten werden. Doch ein solcher Motor ist auf vielen Märkten schon sehr wichtig, die Nachfrage entsprechend groß", gibt Vertriebsvorstand Detlev von Platen indirekt zu verstehen, dass es wohl lediglich eine Frage der Zeit ist, bis der Diesel im Macan und auch im Cayenne kommt.

Porsche Macan sehr beliebt in China

Schon in den kommenden Wochen hingegen können Kunden in China den modellgepflegten Macan mit der Basismotorisierung kaufen. Anlässlich der Weltpremiere des Macan in Shanghai betonte von Platen, dass das kompakte SUV gerade auf dem für Porsche absatzstärksten Markt eine besondere Bedeutung habe.

Seit seiner Erstvorstellung im Jahr 2014 haben sich seinen Worten zufolge dort mehr als 100.000 Kunden für ein Modell dieser Baureihe entschieden. Weltweit wurden in der Zeit etwa 350.000 verkauft.

"Einstieg in die Marke"

Dazu von Platen: „Das Modell ist das sportliche Aushängeschild in diesem Segment, strahlt in Sachen Design und Performance alles aus, was einen Porsche ausmacht. Für viele unserer Kunden ist der Macan der erste Porsche überhaupt und damit oft auch ein Einstieg in die Marke."

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