Das Institut der deutschen Wirtschaft hat erneut Durchschnittsgeschwindigkeiten auf Autobahnen gemessen. Zwar ist die Durchschnittsgeschwindigkeit gesunken, Geschwindigkeiten jenseits von 160 km/h waren aber weiterhin deutlich vertreten.
Das Institut der deutschen Wirtschaft hat im Sommer 2024 eine Auswertung der automatisierten Verkehrszählungsstationen an den Autobahnen in Nordrhein-Westfalen vorgenommen. Das Ergebnis: Im Vergleich zu vorherigen Messungen ist die Durchschnittsgeschwindigkeit gefallen.
Im Vergleich zu den vorherigen Messungen ist die Durchschnittsgeschwindigkeit gefallen. 2021 war sie 3 km/h höher, 2022 betrug die Durchschnittsgeschwindigkeit noch 115,2 km/h.
Fast 83 Prozent der Pkw wurden in einer Minute gezählt, in der die Durchschnittsgeschwindigkeit aller erfassten Pkw unter 130 km/h lag. Bei weiteren 10,5 Prozent betrug die ihnen zugeordnete Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen 130 und 140 km/h. An Wochenenden stiegen die Geschwindigkeiten leicht.
Fast 443 Millionen Pkw waren diesem Geschwindigkeitsband zuzurechnen. Insgesamt fuhren fast 96 Prozent aller Pkw zwischen 71 km/h und 160 km/h. Geschwindigkeiten unter 70 km/h waren mit fast 50 Millionen erfassten Pkw weitaus häufiger vertreten als Fahrzeuge mit Geschwindigkeiten über 160 km/h.
Die Datenerfassung beschränkte sich auf Streckenabschnitte, die kein dauerhaftes Tempolimit aufwiesen. Auf diesem Teilnetz wurde die Anzahl der passierenden Personenkraftwagen (Pkw), der Zeitpunkt der Vorbeifahrt und die gefahrene Geschwindigkeit erfasst. Von Mitte Mai bis Ende August 2024 wurden ca. 1,9 Milliarden vorbeifahrenden Pkw und etwa 350 Millionen Nutzfahrzeuge dokumentiert. Einschränkung: Im August kam es zu erheblichen Ausfällen bei der Datenerfassung.
Als Datenquelle wurden die Fahrstreifendaten von automatischen Messstellen in NRW verwendet, die von der Autobahn GmbH des Bundes angeboten werden. (ks)