Mit dem Ende der Sommerzeit wird der Straßenverkehr gefährlicher: Wildwechsel, rutschige Fahrbahnen und eingeschränkte Sicht stellen Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger vor Herausforderungen.
Die Sommerzeit endet, Tage werden kürzer, Kälte und Nebel streifen durch´s Land. So weit, so schön, nur wird es in dieser Jahreszeit für Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr auch gefährlicher. Worauf sie achten sollten, haben wir mit Hilfe vom ADAC kurz zusammengefasst.
Wildtiere sind oft morgens und abends aktiv und ihre Futtersuche führt sie vermehrt über Straßen. Gerade in Jahreszeiten, wo die Sonne erst spät auf- und früh untergeht, wächst dann das Risiko von Unfällen. Allein 2023 registrierte der Gesamtverband der Versicherer 282.000 Wildunfälle. Um Personen-, Fahrzeug- und Tierschäden zu vermeiden, ist insbesondere im Herbst und Winter doppelte Vorsicht beim Fahren in der Früh und abends geboten, um im Ernstfall rechtzeitig bremsen oder ausweichen zu können.
In Deutschland wird eine enorm große Fläche landwirtschaftlich genutzt, dem Statistischen Bundesamt zufolge über 16,5 Millionen Hektar. Demzufolge sind, gerade in ländlichen Gebieten, viele landwirtschaftliche Maschinen auf den Straßen unterwegs, die auch mal Unreinheiten auf der Fahrbahn hinterlassen. Das passiert zwar auch im Sommer, allerdings ist das Gefahrenpotenzial solcher Unreinheiten in kalten, nassen Jahreszeiten deutlich höher. Erdklumpen und verlorene Fracht können zu schwierigen Fahrbedingungen führen. Hinzu kommen Laubschichten, die zu einer rutschigen Fahrbahn führen können. Daher sollten sich Fahrerinnen und Fahrer überlegen, die Fahrgeschwindigkeit unter solchen Bedingungen nicht doch eher zu drosseln, sprich die Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Landstraße nicht völlig auszumerzen. Auch Überholmanöver sollten möglichst vermieden werden, nicht nur auf rutschiger Fahrbahn, sondern auch, wenn sich landwirtschaftliche Maschinen vor dem eigenen Pkw befinden. Durch deren Größe ist die eigene Sicht meist eingeschränkt.
Für all diejenigen, die morgens ohnehin schon auf das Auto verzichten und stattdessen auf Fahrrad oder E-Scooter zurückgreifen, beziehungsweise zu Fuß zur nächsten Bushaltestelle gehen, erhöht sich das Unfallrisiko nochmal um einiges. Um dem vorzubeugen lohnt es sich für Betroffene ohne Auto reflektierende Kleidung zu tragen und auf dem jeweiligen Verkehrsmittel, sei es Fahrrad oder E-Scooter, Reflektoren anzubringen. An Fahrrädern müssen ohnehin laut Straßenverkehrsordnung § 67 Rückstrahler und reflektierende Mittel angebracht sein.
Solange die Bäume ihre Blätter verlieren, landen diese oft auf den darunter parkenden Fahrzeugen. Und das kann zum Problem werden, weiß Thomas Schwarz, stellvertretender Leiter Fahrzeugtechnik des ADAC Südbayern: „Herabfallende Blätter setzen sich oftmals unbemerkt in den Fugen des Fahrzeugs fest, verschwinden darin und können die Regenabläufe verstopfen.“ Regenwasser kann sich dann im Innenraum des Fahrzeugs ansammeln. Dies führt nicht nur zu beschlagenen Fenstern und unangenehmem Geruch, sondern zieht auch aufwendige Reparaturen und Trocknungsarbeiten nach sich. Auch an der Elektronik können Schäden entstehen. Dem kann aber leicht vorgebeugt werden. Wischen Sie einfach vor einer Fahrt kurz das Laub von der Windschutzscheibe und Motorhaube. (ks)