"Diesel-Rückgang wird sich abflachen"

VDIK erwartet Pkw-Absatz 2019 wieder auf hohem Niveau

Der Verband der internationalen Kraftfahrzeughersteller blickt optimistisch in die Zukunft und begründet das mit gestiegenen Auftragseingängen.

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Nach Einschätzung des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) wird sich die gute Autokonjunktur 2019 fortsetzen. Das Zulassungsvolumen werde sich "bei stabilen äußeren Rahmenbedingungen in ähnlicher Größenordnung wie 2018 bewegen", sagte VDIK-Präsident Reinhard Zirpel auf der Jahrespressekonferenz des Verbandes in Frankfurt.

Flottenmarkt erreicht Vorjahresniveau nicht

So wird das Jahr 2018 mit voraussichtlich 3,42 Millionen Pkw Neuzulassungen abschließen und damit annähernd das Vorjahresniveau erreichen. Der Flottenmarkt wird mit ca. 820.000 Einheiten das Rekordniveau des Jahres 2017 (etwa 846.000 Einheiten) nicht wieder erreichen. Allerdings konnten die Mitgliedsfirmen des VDIK hier einen Zuwachs von zwei Prozent verzeichnen "Wir gehen davon aus, dass ihr Anteil im echten gewerblichne Markt 2018 erstmals 30 Prozent erreichen wird", sagte der Verbandspräsident. Im Vorjahr waren es 29,1 Prozent.

Dagegen wächst der Privatmarkt um zwei Prozent und erzielt mit 1,25 Millionen Neuzulassungen das höchste Niveau seit 2011. Dabei stamme mit 46 Prozent fast jeder zweite privat gekaufte Pkw von einem internationalen Hersteller, betonte Zirpel.

Er begründete die Einschätzung des Verbandes mit den guten Auftragsbeständen, die über dem Vorjahr lägen. Zudem gehe man davon aus, dass sich die von fast allen Herstellern ausgelobten Umweltprämien positiv bemerkbar machen würden.

Dieselzulassungen um 18 Prozent rückläufig

Die Zulassungen von Dieselmotoren gehen auf 1,1 Millionen Einheiten zurück, das entspricht einem Rückgang um 18 Prozent. Der Anteil der VDIK-Marken an den Diesel-Zulassungen beträgt ca. 28 Prozent.

Der Ersatzbedarf führt zu einer Steigerung der Benzinzulassungen um acht Prozent auf ca. 2,14 Millionen Zulassungen. Auch die alternativen Antriebe legten - von einem relativ geringen Niveau ausgehend - deutlich zu. Beides gleiche die Rückgänge beim Diesel weitgehend aus. Nach Einschätzung des VDIK wird sich dieser Rückgang aber in den kommenden Monaten wieder deutlich abflachen. Begründung: Im Oktober seien 86 Prozent aller Diesel bereits WLTP-zertifiziert gewesen, 60 Prozent entsprachen der Euro-6d-Temp-Norm.

Hybrid ohne Plug-in bei alternativen Antrieben vorn

Die alternativen Antriebe steigern ihren Anteil am Gesamtmarkt von 3,4 auf 5,3 Prozent um gut 50 Prozent. Absatzstärkste alternative Antriebseinheit ist der Hybrid ohne Plug-in. Von diesen Fahrzeugen wurden 2018 etwa 96.000 Einheiten zugelassen - das sind 74 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die reinen Elektrofahrzeuge legten um 48 Prozent auf 37.000 Einheiten zu und sind damit zweitstärkste alternative Antriebsart. Die Plug-in-Hybride erhöhen ihren Absatz um sieben Prozent auf 31.500 Einheiten.

SUV-Segment auf Platz eins

Nach den Zahlen per Ende Oktober bleiben volumenstärkste Fahrzeugsegmente weiterhin die Kompaktklasse, die SUVs und die Kleinwagen. Die Nachfrage nach SUVs ist ungebrochen stark und um 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Im Privatmarkt erreicht das SUV-Segment mit einer Steigerung um 20 Prozent Platz 1 und verdrängt die bislang führende Kompaktklasse auf den zweiten Platz.

Gutes Jahr für internationale Kraftfahrzeughersteller

Die VDIK-Mitgliedsunternehmen profitierten von den Steigerungen am Privatmarkt und setzten im Jahr 2018 insgesamt 1,325 Millionen Einheiten ab. Damit steigerten sie ihren Marktantteil gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Prozentpunkte auf 38,7 Prozent. (cr)

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