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Versicherung

Versicherung: Viele Fuhrparks setzen auf Preiswürdigkeit

Dataforce hat erneut eine Versicherungsanalyse des Flottenmarkts durchgeführt: Die Allianz dominiert den Markt weiterhin – aber nicht überall.

Inhaltsverzeichnis

Mehr als 90 Prozent aller befragten Unternehmen arbeiten mit lediglich einem Versicherungsanbieter zusammen. Dies unterscheidet sich stark von den in der Vergangenheit seitens Dataforce durchgeführten Studien in den Bereichen Leasing oder Mineralöl, wo viele Flotten mit mehreren Dienstleistungsunternehmen zugleich kooperieren. Dennoch haben im Vergleich zur letzten Erhebung 2015 mehr Fuhrparkverantwortliche angegeben, Verträge mit mehreren Versicherungsanbietern zu haben. Über alle Flottengrößen zeigt sich eine Zunahme um knapp zwei Prozentpunkte, im Bereich der mittelgroßen Flotten mit 10 bis 99 Fahrzeugen ist mit einem Plus von 2,2 Prozentpunkten gar eine überdurchschnittliche Zunahme zu verzeichnen.

Allianz sehr dominant – aber nicht überall

Für die einzelnen Anbieter hat Dataforce sowohl die Durchdringung (in wie viel Prozent der Flotten ist die jeweilige Versicherung vertreten?) als auch den Marktanteil (wie viel Prozent der Fahrzeuge sind hier versichert?) ermittelt. Über alle Fuhrparkgrößen hinweg liegt die Allianz mit einer Durchdringungsrate von 17,8 Prozent mit deutlichem Vorsprung auf Rang 1, gefolgt von der R+V Versicherung und der Kravag (siehe auch Charts).

Auf einen Blick:

  • Zwei Prozent mehr Flotten als 2015 arbeiten mit mehreren Partnern zusammen
  • Die Allianz hat die größte Marktdurchdringung
  • Die HDI dominiert bei den Großflotten
  • Bei 70 Prozent kommen Flottentarife zum Einsatz

Deutlich wird auch, wie unterschiedlich sich die Versicherer sich in Bezug auf die Fuhrparkgröße positionieren: So kann etwa die HDI mit einem Durchdringungsanteil von 12,8 Prozent ihren ersten Rang in Großflotten gegenüber 2015 verteidigen, obwohl die Hannoveraner insgesamt nur auf Platz 5 kommen.

Flottentarife dominieren

Was den Marktanteil angeht, belegt die Allianz mit 13,5 Prozent ebenfalls den ersten Platz, die zweitplatzierte HDI konnte Ihren Abstand allerdings verkürzen. Der R+V-Versicherung (MA 7,7 %) gelang eine Verbesserung und das Vorbeziehen an der VHV-Versicherung, dicht gefolgt von der Axa und der Kravag. Der DEVK gelang mit einem Marktanteil von 3,1 Prozent ein Neueinstieg in dieses Ranking. HDI, VHV, AXA und ERGO erzielen hinsichtlich des Marktanteils in der Größenklasse 5 bis 9 Fahrzeuge deutlich schlechtere Ergebnisse als in der entsprechenden Gesamtwertung.

Knapp die Hälfte der befragten Unternehmen bezieht ihre Versicherung über einen Makler, etwas mehr als in der letzten Erhebung. In über 70 Prozent der Unternehmen kommen Flottentarife zum Einsatz, über die alle Fahrzeuge der Flotte versichert sind. Lediglich gut 20 Prozent der Unternehmen versichern jedes Fahrzeug individuell.

„Warum genau diese Versicherung?“

Bei der Auswahl der Flottenversicherung war mit 37,5 Prozent der Befragten am häufigsten das Preis-/Leistungsverhältnis ausschlaggebend. Doch auch die Zufriedenheit und das Vertrauensverhältnis spielen eine wesentlich größere Rolle, als etwa bei der Auswahl einer Automarke oder eines Dienstleisters für andere Bereiche des Fuhrparkmanagements. Insgesamt 27,6 Prozent allerBefragten nannten entsprechende Gründe.

Vor allem in den kleineren Flotten mit weniger als zehn Fahrzeugen steht die persönliche, oftmals langjährige Beziehung zur Versicherung oder zum dortigen Ansprechpartner im Vordergrund.

Chance Versicherungswechsel

Wenn Preis und Service mangelhaft sind, wechseln vor allem größere Flotten: Auch wenn die befragten Unternehmen zum Großteil eine hohe Loyalität gegenüber ihren Versicherungsanbietern aufweisen (70 %), haben beachtliche 20 Prozent der befragten Unternehmen in den letzten fünf Jahren den Anbieter gewechselt.

In den größeren Flotten ab 50 Fahrzeugen ist dies mit 24,6 Prozent (einmal gewechselt) und 4,7 Prozent (zweimaliger Wechsel) häufiger der Fall als in kleineren Flotten. Immerhin knapp 5 Prozent der Flotten ab 50 Fahrzeugen gaben an, einen Versicherungswechsel zu planen, was angesichts der dahinterstehenden Fahrzeugzahlen beträchtliche Chancen für alle Versicherer bietet.

Die „Versicherungsanalyse 2017“ ist ab sofort zu einem Preis von 1.750 Euro (1.600 Euro für Wiederbesteller) bei Dataforce verfügbar.

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