Foto: Minerva Studio - fotolia.com

FIRMENWAGENSTUDIE 2018

Vimcar analysiert Deutschlands Dienstwagen-Nutzung

Der Firmenwagen, das unbekannte Wesen? Eine Studie des Berliner Unternehmens Vimcar liefert konkrete Antworten auf viele interessante Fragen.

Wie genau teilt sich bei einem Dienstwagen eigentlich die Nutzung in „dienstlich“ und „privat“ auf? Wie viele Stunden pro Tag ist das Fahrzeug im Einsatz? Welcher Antrieb arbeitet unter seiner Motorhaube? Antworten auf diese und viele weitere Fragen liefert die „Firmenwagenstudie 2018“ der Dienstwagen- und Flottenmanagement-Experten von Vimcar, für die die Berliner über 35.000 deutsche Firmenwagen unter die Lupe nahmen.

„Dienstwagenland Deutschland“: 46.474.594 PKWs sind in der Bundesrepublik angemeldet. Damit verfügt statistisch mehr als jeder zweite Bundesbürger (56 Prozent) über ein eigenes Auto. Den Großteil der jährlichen Neuzulassungen stellen die Firmenwagen: Rund zwei Drittel der KFZ-Neuzulassungen im Jahr 2017 waren betrieblich genutzte Fahrzeuge. 64,4 Prozent der Neuzulassungen waren Firmenwagen, bei 35,6 Prozent der Neuzulassungen handelte es sich um Privatfahrzeuge.

Diesel dominiert den Fuhrpark

Wie die deutschen Dienstwagen genutzt werden, hat jetzt das Berliner Unternehmen Vimcar, ein führender Anbieter von digitalen Fahrtenbuch- und Flottenmanagement-Lösungen, in einer repräsentativen Studie ermittelt: Trotz Abgasskandalen und Fahrverboten in mehreren deutschen Städten stellen Dieselfahrzeuge mit 69 Prozent immer noch den Großteil unter den Firmenwagen. Auf den weiteren Plätzen folgen Benziner (26 Prozent) und Propangas betriebene Autos (1 Prozent).

E-Mobilität auf dem Vormarsch

„Elektrofahrzeuge sind in den deutschen Firmenwagenpools bislang noch schwach vertreten“, sagt Vimcar-Geschäftsführer Andreas Schneider. E-Mobile machen bislang lediglich 0,6 Prozent der 35.000 Vimcar- Firmenwagen aus – allerdings sei dieser Anteil in den letzten Monaten sichtbar gestiegen, so Fuhrparkexperte Schneider. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich Elektromobilität auch in der geschäftlichen Nutzung durchsetzen wird“, ist der Vimcar-Geschäftsführer überzeugt.“

98 Fahrten pro Monat, geschäftliche Nutzung überwiegt

Weitere Ergebnisse der Firmwagenstudie: Pro Monat unternimmt der Nutzer eines Firmenfahrzeugs im Schnitt 98 Fahrten – und sitzt dabei fast 2 komplette Tage (42 Stunden) im Auto. 53 Prozent aller Fahrten mit dem Firmenwagen sind übrigens geschäftlich. Der Rest verteilt sich auf den Pendelweg zur Arbeitsstätte (11 Prozent ) und private Fahrten (36 Prozent).

Durchschnittliche Fahrt mit dem Firmenwagen: 20 Kilometer

Eine Fahrt mit dem Firmenwagen beläuft sich im Durchschnitt übrigens auf 20 Kilometer. Die durchschnittlichen Kosten für Wartung und Verschleiß eines Firmenwagens betragen bis zu 6,3 Cent pro Kilometer (Rechengrundlage ist der beliebteste Firmenwagen Deutschlands – der Audi A6 Avant). Mit der Ein-Prozent-Regel müssen für einen Audi A6 Avant mindestens 5.064 Euro im Jahr als zusätzliches Einkommen vom Nutzer versteuert werden. Das Führen eines Fahrtenbuchs kann dabei helfen, diese Kosten zu senken: So beläuft sich die durchschnittliche Steuerersparnis eines Fahrtenbuchnutzers gegenüber der Ein-Prozent-Regel auf 2.750 Euro.

5 Jahre Vimcar: Das Unternehmen

35.121.727 Dienst-Kilometer legten die Vimcar-Nutzer in den vergangenen 12 Monaten zurück. Das entspricht 91 Mal der Entfernung von der Erde bis zum Mond. Seit der Unternehmensgründung (2013) hat sich Vimcar nach eigenen Angaben im umkämpften „Connected Car“-Markt zum einem der führenden deutschen Anbieter digitalbasierter Mobilitäts-Lösungen für Geschäfts- und Firmenkunden entwickelt. Über 40.000 Nutzer, darunter renommierte Kunden wie der Versicherungskonzern Allianz, Hertha BSC oder Zalando, vertrauen bei ihrem Flotten- und Fuhrparkmanagement auf Vimcar. (AA)

Das ist zu beachten

Elektronische Fahrtenbücher: Viel mehr als nur Protokollanten

Der Begriff Fahrtenbuch beschreibt längst nicht mehr die Leistung der elektronischen Systeme. Problematisch ist die Akzeptanz bei Finanzämtern.

Dienstwagensteuer

Kein geldwerter Vorteil bei Fahruntüchtigkeit

Muss ein Firmenwagennutzer trotz ärztlich verordnetem Fahrverbot geldwerten Vorteil zahlen? Nein, sagen die Finanzrichter, formulieren aber Einschränkungen.

Neuregelung für Dienstwagenberechtigte

Fahrten zur Arbeit: Einzelbewertung kann Steuern sparen

Seit Anfang 2019 können Dienstwagennutzer darauf bestehen, dass ihre Fahrten von der Wohnung zur Arbeitsstätte im Lohnsteuerabzugsverfahren einzeln bewertet werden. Das ist mühsam, aber in vielen Fällen gerechter.

So vermeidet man Fallstricke

Der Dienstwagen in der Steuererklärung

Wie werden die Kosten eines Unfalls mit dem Dienstwagen steuerlich behandelt? Und was gilt bei Familienheimfahrten und Dienstreisen? bfp erklärt, wie das Finanzamt rechnet.

hintergrundgrafik

JETZT TICKET SICHERN!

Das bfp Fuhrpark-FORUM 2019 ist Deutschlands Leitmesse für betriebliche Mobilität.
21. + 22. Mai 2019
Nürburgring
Code BFPPOP010 verwenden und sofort 30 € sparen. Mein Ticket sichern
Nein, ich möchte mich nicht mit Fuhrparkentscheidern vernetzen.

Tipps & News rund um Fuhrparkmanagement und betriebliche Mobilität:der fuhrpark.de-Newsletter

Abonnieren Sie jetzt den kostenlosen fuhrpark.de-Newsletter!