Foto: Volkswagen

Etwas länger als der Polo

VW T-Cross – das neue Einstiegs-SUV

Auf den T-Roc folgt der T-Cross. Das neue SUV kommt Anfang 2019 auf den Markt. bfp fuhrpark & management war schon jetzt mit einem Prototypen unterwegs.

Inhaltsverzeichnis

Von Wolfgang Schäffer

Bei Volkswagen gibt es inzwischen eine T-Familie. Und die bekommt in Kürze Zuwachs. T-Familie? Ja! Sämtliche SUV-Baureihen der Marke in Europa beginnen mit einem T im Namen. Nach T-Roc, Tiguan, Tiguan Allspace und Touareg rundet der VW T-Cross als fünftes Modell das Angebot vom kommenden Frühjahr an das Angebot nach unten ab.

VW T-Cross: "Wir sind zu 95 Prozent fertig"

Seine Weltpremiere feiert der auf der Polo-Plattform basierende VW T-Cross im Herbst. Derzeit laufen letzte Abnahmefahrten, um die Serienproduktion vorzubereiten. Andreas Krüger, Baureihenleiter weltweit für die kleinen Modelle wie Up, Polo und jetzt T-Cross, wirkt aber bereits entspannt. "Wir sind zu 95 Prozent fertig mit unserer Arbeit. Was jetzt noch gemacht wird, ist lediglich Feinschliff."

Mit einer Länge von 4,11 Metern misst der T-Cross 54 Millimeter mehr als der Polo und ist mit 1,56 Metern 112 Millimeter höher. Während die Prototypen auf der Straße noch mit bunter Folie beklebt unterwegs sind, hatten wir die Möglichkeit, den Wagen auch ungetarnt in Augenschein zu nehmen.

VW T-Cross ist noch getarnt

Dabei fällt als erstes das markant gezeichnete Gesicht mit großem Grill auf. Die Nebellampen sind in die Stoßfänger eingelassen. In der Basisversion mit H7-Scheinwerfern haben die Designer dann dort auch das Tagfahrlicht integriert. Das wandert in den Varianten mit den optional erhältlichen Voll-LED-Leuchten in deren Gehäuse.

Für einen kraftvollen Eindruck des VW T-Cross sorgt die Motorhaube mit Sicken, die sich wie Muskelstränge aus dem Blech wölben. Die Radhäuser bieten Platz für Rädergrößen zwischen 16 und 18 Zoll. Das Heck wird dominiert von einer schwarzen Blende, die sich zwischen den grafisch interessant gestalteten LED-Rücklichtern spannt.

Eingelassen in die Blende ist ein Reflektorband, das angestrahlt von nachfolgenden Fahrzeugen dem T-Cross bei Nachtfahrten einen extravaganten Auftritt beschert. Angeboten wird das Einstiegs-SUV in zwölf unterschiedlichen Farben. Auf Wunsch kann das Dach in schwarz lackiert geordert werden.

Auf Wunsch wird’s bunt

Farbig geht es bei Bedarf auch im Innenraum zu. Ähnlich wie beim auf Golf-Basis gebauten größeren Bruder T-Roc sind die Einlagen im Armaturenträger in unterschiedlichen Lackierungen zu haben. Die eingeführte Design-Line bietet dazu weitere Möglichkeiten, das Auto mit Dekors zu individualisieren. Dann sind auch Außenspiegel sowie die Umrandungen im vorderen Bereich der Mittelkonsole entsprechend farblich abgestimmt.

Überhaupt das Innenraum: Hier hebt sich der Volkswagen – wie auch bei der Gestaltung der Karosserie – in vielen Bereichen deutlich von seinem Seat-Pendant, dem Arona, ab. So sitzen die Passagiere im VW T-Cross zehn Zentimeter höher als im Polo, während sich Arona und Ibiza dabei so gut wie nicht unterscheiden.

Rückbank ist in der Länge verschiebbar

Ganz wichtig war den VW-Verantwortlichen, bei der Entwicklung die Alltagstauglichkeit zu betonen. So lässt sich die im Verhältnis 60:40 geteilte Rückbank im T-Cross um bis zu 15 Zentimeter in der Länge verschieben.

Damit kann das Volumen des Kofferraums zwischen 385 und 455 Litern variiert werden. Werden die Rücklehnen vorgeklappt, stehen maximal 1.281 Liter zur Verfügung. Zudem ist gegen Aufpreis die Lehne des Beifahrerplatzes vorklappbar, um noch mehr Raum zu schaffen.

Den haben Mitfahrer im Fond ohnehin genug. Selbst Personen mit einer Körpergröße von 1,85 Metern müssen sich keine Sorgen um mangelnde Bein- oder Kopffreiheit machen.

Radio und USB-Anschluss in Serie

Die gut gepolsterten und bequemen Sitze wurden übrigens aus dem T-Roc übernommen, sagt Michael Mestel, der die Modellreihe T-Cross verantwortet. Nicht ganz ohne Stolz weist er darauf hin, dass unter dem Fahrersitz Platz fürs Bordbuch geschafften wurde, damit das Handschuhfach davon befreit ist. "Auf Wunsch gibt es außerdem eine richtige Schublade unter dem Beifahrersitz."

Wichtig war Mestel auch, mindestens einen USB-Anschluss und ein Radio serienmäßig im Auto zu haben. "Wer sich für eine höherwertige Anlage entscheidet, der bekommt sogar vier USB-Anschlüsse, zwei vorne und zwei hinten. Dazu gibt es im hinteren Bereich der Mittelkonsole ein Fach, im dem die Mitfahrer auf der Rückbank ihr Handy beim Laden ablegen können."

Digitales Cockpit auf Wunsch zu haben

Aufgelistet im Katalog der Sonderwünsche sind zum ein digitales Cockpit mit einem Acht-Zoll-Infotainment-Touchscreen, ein Active Info Display, eine Ladestation für induktives Laden und diverse Assistenzsysteme. Das optionale, schlüssellose Schließ- und Startsystem "Keyless Access" macht den Zugang zum T-Cross komfortabler.

Der ebenfalls auf Wunsch erhältliche Fernlichtassistent sorgt indes automatisch dafür, dass der Fahrer, wann immer möglich, mit Fernlicht unterstützt wird. In Serie aber gibt es außer dem Front-Assist für den T-Cross sogar einen Spurhalteassistenten.

Preise sind noch nicht bekannt

Für den Antrieb stehen ausschließlich Turbomotoren zur Wahl. Der Einliter-Dreizylinder-Benziner ist mit 95 oder 115 PS zu haben. 150 PS leistet der 1,5-Liter. Auch einen Diesel wird es geben. Der 95 PS starke 1,6-Liter-Motor bekommt eine Harnstoffeinspritzung samt SCR-Katalysator, die Benziner einen Partikelfilter. Damit sind alle Aggregate umwelttechnisch auf dem neuesten Stand.

Zur Preisgestaltung ist derzeit noch nichts zu erfahren. Doch dürfte der T-Cross in etwa 2000 Euro teurer werden als ein vergleichbarer Polo.

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