Kalifornien bleibt das wichtigste Testfeld für autonomes Fahren. Waymo führt das Ranking an, während deutsche Hersteller hinterherfahren.
Kalifornien ist und bleibt das Mekka für autonomes Fahren. Wie die neuesten Zahlen der kalifornischen Verkehrsbehörde DMV zeigen, liegt Waymo unangefochten an der Spitze. Die Google-Schwester absolvierte im vergangenen Jahr rund 3,8 Millionen Kilometer mit ihren selbstfahrenden Autos – ein klarer Vorsprung gegenüber der Konkurrenz.
Auf Platz zwei folgt mit deutlichem Abstand die Amazon-Tochter Zoox, die rund 1,5 Millionen Kilometer zurücklegte. Das US-Start-up Nuro sowie Apple, das sich inzwischen aus der Entwicklung zurückgezogen hat, kamen jeweils auf 370.000 Kilometer.
Und die deutschen Hersteller? Mercedes-Benz schaffte es mit 72.000 Kilometern zwar in die Spitzengruppe, liegt aber weit hinter den Spitzenreitern. Bosch hingegen kam mit gerade einmal 262 Kilometern kaum aus der Garage. Insgesamt legten autonome Fahrzeuge in Kalifornien rund 6,3 Millionen Kilometer zurück – ein Rückgang von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Doch nicht nur die gefahrenen Kilometer zählen: Die Unternehmen müssen auch die Zahl der Systemausfälle („Disengagements“) angeben. Hier zeigt sich ein gemischtes Bild: Mercedes-Benz verzeichnete vergleichsweise wenige Vorfälle, während Bosch trotz geringer Fahrleistung 77 Systemausfälle meldete. Waymo bewies hingegen mit 244 Abschaltungen bei hoher Fahrleistung die Reife seiner Technologie.
Einige Unternehmen sind bereits einen Schritt weiter: Vier Anbieter – Waymo, Zoox, Weride und Nuro – dürfen in Kalifornien ohne Sicherheitsfahrer unterwegs sein. In dieser Kategorie legte Waymo mit rund 900.000 Kilometern ebenfalls den größten Wert hin. (sp-x/ja)