VW startet Pilotprojekt für bidirektionales Laden in Haushalten. Dafür werden Testnutzer gesucht. Durch die Ladeart sollen um bis zu 75 Prozent Stromkosten gesenkt werden.
VW führt ein Pilotprojekt zum bidirektionalen Laden von Elektroautos in deutschen Haushalten ein. Elli, eine Tochtergesellschaft von VW, präsentierte auf der IAA in München eine Lösung, bei der die Fahrzeugbatterie nicht nur Strom aufnimmt, sondern diesen auch wieder ins Hausnetz einspeisen kann. Dies ermöglicht den Betrieb von Elektrogeräten mit Energie aus dem Auto und der heimischen Solaranlage.
Das zentrale Element des Projekts ist eine neue 11-kW-Wallbox, die zusammen mit Cubos entwickelt wurde. Über eine App können Nutzer die Energieflüsse zwischen Auto, Haushalt und Stromnetz steuern. Laut Elli können die Stromkosten in einigen Fällen um bis zu 75 Prozent gesenkt werden. Das System wird mit einem intelligenten Ladesystem gekoppelt, das erneuerbare Energien zu bestimmten Tageszeiten zwischenspeichert und anschließend über Handelsgeschäfte am Großhandelsmarkt verfügbar macht.
Interessierte Besitzer von E-Autos aus dem VW-Konzern können sich jetzt bewerben. Kompatible Modelle sind jene mit einem 77-kWh-Akku und der Softwareversion ID.S 3.5 oder höher. (SP-X/vdf)