E-Autos in Europa könnten bald deutlich schneller geladen werden. Ein chinesischer Hersteller hat ehrgeizige Pläne.
Der chinesische Autohersteller BYD plant die Einführung eines Megawatt-Ladenetzes in Europa. Parallel zur Markteinführung des Oberklassekombis Denza Z9GT, der für das Frühjahr 2026 angekündigt ist, sollen bis 2027 rund 3.000 Flash-Ladesäulen mit einer Leistung von bis zu 1.000 kW entstehen. Diese Ladesäulen sollen E-Automodellen ermöglichen, in etwa fünf Minuten Strom für eine Fahrstrecke von 400 Kilometern zu laden.
BYD ist nicht allein mit dem Ziel, die Ladeleistung zu steigern. Mercedes hat auf der IAA in München ebenfalls angekündigt, Megawatt-Lader in seine Ladeparks zu integrieren und plant in einem Zwischenschritt die Aufstellung neuer 600-kW-Säulen. Darüber hinaus arbeitet die europäische Autoindustrie an einem eigenen Megawatt-Ladesystem, das vor allem für den Nutzfahrzeugverkehr vorgesehen ist.
Die geplanten Megawatt-Ladenetze könnten die Ladezeiten für E-Autos erheblich verkürzen und somit die Attraktivität von Elektrofahrzeugen weiter steigern. Ob und wann diese Systeme in der Praxis verfügbar sein werden, bleibt abzuwarten. (SP-X/vdf)