Trotz des E-Mobilitätsbooms bleibt die Ladeinfrastruktur auf deutschen Autobahnen ein Problem. Nur wenige Standorte bieten ausreichend leistungsstarke Ladesäulen.
Die Ladeinfrastruktur an deutschen Autobahnraststätten bleibt ausbaufähig. In einem aktuellen Rastanlagen-Test des ADAC gab es nur am Standort Sindelfinger Wald an der A8 ausreichend viele Ladepunkte mit einer Leistung von mindestens 150 kW. An allen anderen Rastanlagen fielen die Ergebnisse enttäuschend aus – zu wenige oder zu schwache Ladesäulen waren die Regel.
Auf drei der 40 getesteten Anlagen, die sich entlang der 15 längsten Autobahnen befinden, gab es gar keine einzige Ladesäule. Der ADAC kritisiert besonders die ungleiche Verteilung der Ladesäulen und die mangelnde Versorgung an zentralen Knotenpunkten.
Von Schnellladen spricht man ab einer Ladeleistung von 50 kW, doch moderne E-Autos sind bereits in der Lage, an Säulen mit 350 bis über 400 kW zu laden. Diese Geschwindigkeiten sind aber oft nur Theorie, da nur wenige Raststätten entsprechend ausgerüstet sind. (sp-x/ja)