Gute Aussichten für elektrische Firmenflotten: Der Bund plant weitere Schnellladeparks an Autobahnen. Wann diese entstehen, ist allerdings noch offen.
Wer mit einem elektrischen Dienstwagen längere Strecken zurücklegt, soll künftig an noch mehr Autobahnrastplätzen laden können. Dafür wollen das Bundesverkehrsministerium und die Autobahn GmbH zusätzliche Flächen an unbewirtschafteten Rastanlagen für private Betreiber freigeben. Die neuen Schnellladeparks sollen das bestehende Deutschlandnetz ergänzen.
Finanziert werden soll der Ausbau von privaten Unternehmen. Sie können selbst entscheiden, wie groß die Ladeparks werden und wie sie ausgestattet sind. Insgesamt stehen Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe im Raum. Eine Marktkonsultation soll in Kürze beginnen, die Ausschreibung ist für Frühjahr 2027 vorgesehen.
Bei der Vergabe will Bundesverkehrsminister Steffen Bilger auf möglichst einfache Verfahren, eine angemessene Qualität und transparente Ladepreise achten. Wie viele neue Standorte entstehen sollen, ist allerdings ebenso offen wie der Zeitpunkt ihrer Inbetriebnahme.
Die neuen Ladeparks sollen zu den 200 bereits geplanten Deutschlandnetz-Standorten an unbewirtschafteten Autobahnrastanlagen hinzukommen. Ende September 2026 ging der 100. Standort an der A81 in Baden-Württemberg in Betrieb. Insgesamt sind rund 1.000 Schnellladepunkte vorgesehen.
Allerdings zeigt sich schon beim bisherigen Deutschlandnetz, dass der Ausbau nicht immer nach Plan läuft. Eigentlich sollten alle 200 Standorte bis Ende 2026 fertig sein. Doch unter anderem fehlende Netzanschlüsse bremsen das Vorhaben. Laut dem Branchenportal electrive könnten einige Ladeparks deshalb erst 2027 oder sogar 2028 ans Netz gehen. Wann die nun angekündigten zusätzlichen Standorte folgen, bleibt abzuwarten. (iz)