ID-Modelle laden ab sofort auch bidirektional. Bei der Anschaffung der Infrastruktur müssen sie allerdings mit hohen vierstelligen Anschaffungskosten rechnen.
Die bidirektionale Ladefunktion ist nun in neuen Fahrzeugen der ID-Modelle mit der größeren Batterie von 77 kWh integriert. Bereits ausgelieferte Modelle können diese Funktion durch das Update auf die Software-Version 3.5 erhalten. Voraussetzung für die Nutzung ist ein Heimkraftwerk inklusive Energie-Management und DC-Wallbox von VW-Kooperationspartner Hager Energy. Später soll auch die Kopplung mit Heimkraftwerken anderer Hersteller möglich werden. Die Kosten für die Anschaffung liegen in der Regel deutlich oberhalb von 8.403 Euro (netto, zzgl. USt.).
Interessant ist die von VW angebotene Variante des bidirektionalen Ladens vor allem für Nutzer mit Photovoltaik-Anlagen. Überschüssiger Strom kann in der Fahrzeugbatterie zwischengespeichert und etwa bei Dunkelheit zurückgeleitet werden. Neben dem sogenannten „Vehicle-to-Home“-Modus („vom Fahrzeug in den Haushalt“) soll langfristig auch das Einspeisen ins Netz („Vehicle-to-Grid“) möglich sein. Diese Technik kann helfen, das Stromnetz zu stabilisieren, eröffnet gleichzeitig neue Verdienstmodelle für E-Auto-Halter durch den Handel mit Energie an der Strompreisbörse. (SP-X/ks)