Bereits in einem Monat treten die noch strengeren CO2-Regelungen der EU für Hersteller in Kraft. Teile der Autoindustrie wollen die Vorgaben drosseln.
Mobilitätstransformation: Wer in der EU zu viele klimaschädliche Pkw verkauft, muss ab dem kommenden Jahr mit Strafzahlungen rechnen. Autobauer und Verbände fordern nun aufgrund wirtschaftlicher Probleme ein Aussetzen der CO2-Regulierung. Das würde das E-Auto im kommenden Jahr 5 Prozentpunkte Marktanteile in Deutschland kosten, wie das Center of Automotive Research in Bochum berechnet hat. Statt auf 17 Prozent Marktanteil kämen die Stromer dann im kommenden Jahr nur auf 12 Prozent. Das entspricht einem Verlust an 140.000 E-Fahrzeugen.
Hintergrund ist die Flottenverbrauchs-Regulierung der EU. Sie schreibt den Fahrzeugherstellern für 2025 individuelle CO2-Ziele vor, die deutlich unter dem Vorjahreslimit liegen. Erreichbar sind diese nur noch mit einem hohen Anteil an E-Autos an den gesamten Neuzulassungen in der EU. Vor allem die deutschen Hersteller dürften aus aktueller Sicht Probleme haben, die Vorgaben zu erfüllen. Verbände, Hersteller und Teile der Politik fordern daher, die Ziele auszusetzen oder die potenziellen Strafzahlungen zu reduzieren. (SP-X/MN)