Hohe Außentemperaturen machen E-Autos zu schaffen. Reichweiten schmelzen in der Sommerhitze nur so dahin. Auf was Sie achten können, damit Sie mit Ihrem E-Auto trotz Hitze pünktlich an Ihr Ziel kommen, haben wir zusammengefasst.
E-Autos und deren Batterien mögen keine Hitze. Steigende Temperaturen bedeuten sogar eine erhebliche Belastung für die Leistungsfähigkeit von E-Auto-Batterien. Wohl fühlen sich die Zellen der Lithiumbatterien ohnehin nur zwischen 10 und 35 Grad Celsius, bis bei 45 Grad sogar ein Ausfall droht. Hohe Temperaturen wirken sich besonders negativ auf die Reichweite von E-Autos aus und dabei verfügen sie ohnehin schon über eine geringere Reichweite als Verbrenner. Daher bedarf es grundsätzlich eines größeren Planungsaufwands, wenn lange Routen mit einem E-Fahrzeug zurückgelegt werden sollen. Wie das gelingen kann verriet uns Fabian Seithel, Associate Vice President Sales and Business Development EMEA bei Geotab.
E-Auto-Batterien mögen keine Hitze. Achten Sie daher darauf, Ihr E-Fahrzeug häufiger zu laden und verzichten sie auf Schnelllade-Funktionen. Denn bei hohen Temperaturen regeln E-Autos ihre maximale Ladeleistung automatisch herunter, um Überlastungen zu vermeiden. Die meisten Batterien erreichen ihr Leistungsoptimum sowieso bei etwa 80 Prozent. Daher kann darauf verzichtet werden, die Batterie vollständig zu laden.
Es ist ratsam, den Fahrzeuginnenraum vor Fahrtbeginn zu klimatisieren, während die Batterie noch am Stromnetz hängt, da die Klimaanlage einen erheblichen Energieverbrauch hat. So kann die Klimaanlage während der Fahrt möglichst ausgeschaltet bleiben, was die Batterie schont und die Reichweite erhöht. Sollte eine Vorab-Klimatisierung nicht machbar sein, ist es hilfreich, die Klimaanlage nicht auf die höchste Stufe einzustellen.
Handys und andere technische Geräte, die über den USB-Anschluss geladen werden, und die Innenraumbeleuchtung verbrauchen Strom und sollten möglichst sparsam genutzt werden. Zudem beeinflusst jedes zusätzliche Kilo die Reichweite negativ. Fahrerinnen und Fahrer sollten daher regelmäßig den Kofferraum entrümpeln und nur das Nötigste mitnehmen.
Ein gleichmäßiger Fahrstil ohne abruptes Beschleunigen oder Bremsen ist bei hohen Sommertemperaturen ratsam. Andernfalls könnte die Batterie überhitzen, was zusätzlichen Energieaufwand für die Kühlung erfordert und die Reichweite verringert.
Ein Parkplatz in der prallen Sonne macht aus allen Fahrzeugen Backöfen. Für E-Autos hat der Platz an der Sonne allerdings noch negative Konsequenzen für die Reichweite. Um dem Überhitzen der Batterie und folglich einer starken, energiereichen Kühlung vorzubeugen, sollten Fahrerinnen und Fahrer ihre elektrischen Fahrzeuge bevorzugt im Schatten parken. Eine Tiefgarage biete sich an oder ein Platz unter Bäumen.
Reichweiten von Elektrofahrzeugen basieren auf standardisierten Testverfahren und dienen deshalb eher als Orientierung. Die tatsächliche Reichweite kann in der Realität durch verschiedene Faktoren stark von den Werten der Hersteller abweichen, da deren Fahrtests nicht die realen Bedingungen berücksichtigen. Gelände, Passagieranzahl, Geschwindigkeit, Fahrverhalten und Außentemperatur beeinflussen die tatsächliche Reichweite enorm. Besonders bei extremen Wetterbedingungen im Sommer sollten E-Auto-Nutzerinnen und Nutzer dies zusätzlich beachten. (ks)
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