E-Autos werden erschwinglicher: Der Preisunterschied zu Verbrennern sank 2025 auf 5.519 Euro. Plug-in-Hybride bleiben hingegen teuer.
Der Preisabstand zwischen Elektroautos und Verbrennern wird kleiner. Laut einer aktuellen Analyse des Center Automotive Research (CAR) in Bochum sank der durchschnittliche Aufpreis für ein Elektroauto von 7.600 Euro Mitte 2024 auf 5.519 Euro Anfang Januar 2025. Diese Werte basieren auf den sogenannten Transaktionspreisen, also den tatsächlich von Kunden gezahlten Preisen. Bei den Listenpreisen fiel der Unterschied mit 5.310 Euro sogar noch etwas geringer aus.
Im Durchschnitt zahlen Autokäufer aktuell 38.488 Euro für ein Elektroauto, während ein Verbrenner im Schnitt 32.969 Euro kostet. Berücksichtigt wurden in der Analyse die 20 beliebtesten Pkw-Modelle. Der Trend zeigt: E-Autos werden immer erschwinglicher und nähern sich preislich ihren konventionellen Pendants an.
Deutlich teurer als Benziner, Diesel und reine Elektroautos bleiben hingegen Plug-in-Hybride. Die zehn beliebtesten Modelle kosten im Durchschnitt 46.684 Euro. Die Ursache liegt darin, dass die meisten Plug-in-Hybride aus höheren Fahrzeugklassen stammen. Preiswerte Kleinwagen sind in diesem Segment kaum vertreten. Plug-in-Hybride gelten häufig als Dienstwagen und sind entsprechend weniger verbreitet bei privaten Käufern.
CAR-Leiter Ferdinand Dudenhöffer sieht im Preisaufschlag für Elektroautos einen der Hauptgründe für die aktuell schwächere Nachfrage. Doch er rechnet mit weiter sinkenden Differenzen im Verlauf des Jahres 2025. Auch bei Plug-in-Hybriden dürften die Preise perspektivisch fallen. Dies ist vor allem den strengen CO2-Flottenvorgaben der EU geschuldet, die die Hersteller dazu zwingen, ihre Modelle für die Kunden attraktiver zu machen. Dudenhöffer erwartet, dass Elektroautos und Plug-in-Hybride gemeinsam einen Marktanteil von 27 Prozent erreichen könnten – ein Ziel, das auch helfen soll, Strafzahlungen der Hersteller zu vermeiden. Mit der sinkenden Preisdifferenz könnten Elektroautos zunehmend für eine breitere Zielgruppe interessant werden. Wie schnell dieser Wandel voranschreitet, hängt jedoch nicht nur von den Herstellern, sondern auch von der Infrastruktur, den staatlichen Förderungen und den politischen Rahmenbedingungen ab. Klar ist: Die Elektromobilität hat den Kampf um den Massenmarkt aufgenommen. (sp-x/ja)