Pkw aus Fernost sind weiterhin nur Randerscheinungen auf dem deutschen Automobilmarkt, so die neusten Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes für Mai 2024. Aber auch der Hype um Tesla nimmt stark ab.
Die Liste der in Deutschland vertretenen Automarken, geführt vom Kraftfahrtbundesamt (KBA), hat in der jüngeren Vergangenheit, vor allem aus Fernost und den USA, Zulauf erhalten. Der hiesige Automarkt, der mit jährlich etwa drei Millionen Neuzulassungen zu den weltweit wichtigsten Absatzmärkten der Branche zählt, bietet reichlich Platz. Doch die teilweise schon vor Jahren angekommenen Newcomer bleiben bis auf wenige Ausnahmen Luftnummern, wie die Zulassungszahlen des KBA vom Mai 2024 zeigen. Mittlerweile zeigt sich auch bei Tesla ein Abwärtstrend.
Die einzige neue Marke, die im Mai relevante Stückzahlen erreichte, ist die SAIC-Tochter MG. Rund 2.700 Neuzulassungen gingen auf ihr Konto, was einem Zuwachs von über 50 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und einem Marktanteil von 1,1 Prozent entspricht. Damit steht MG derzeit besser dar als beispielsweise etablierte Marken wie Suzuki oder Nissan. Deutlich weniger Neuzulassungen verzeichneten die Hersteller Polestar (414), Great Wall Motors/Ora (268) sowie BYD (201). Alle anderen Newcomer bleiben dagegen deutlich unterhalb der Wahrnehmbarkeitsschwelle. Aiways (4), Fisker (12), Ineos (31), Lucid (13), Lynk&Co (1) Maxus (13), Nio (35), Vinfast (8) und Xpeng (12) mussten sich mit äußerst schleppenden Verkäufen begnügen.
Für Tesla, den US-Hersteller von E-Autos, laufen die Geschäfte auch nicht mehr rund. In den ersten fünf Monaten des Jahres 2024 musste Tesla einen satten Rückgang von Neuzulassungen um 41,4 Prozent hinnehmen. Im Mai 2024 beliefen sich die Neuzulassungen der amerikanischen E-Auto-Marke sogar nur auf rund 1.896 Pkw und damit 64 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der deutsche Automobilmarkt wird nach wie vor von den bekannten Marken dominiert. Mit großem Abstand führt VW mit 47.636 Neuzulassungen und 20,1 Prozent Marktanteil. Dahinter folgen Mercedes (19.832/8,4 %), BMW (18.568/7,9 %), Skoda (17.486/7,4 %), Seat (16.036/6,8 %) und Opel (13.455/5,7 %). (SP-X/ks)