In der Elbmetropole sollen ab 2025 nur noch E-Autos als Taxi zugelassen werden. Der chinesische Hersteller Nio will daran mit seiner Premiumlimousine ET7 partizipieren.
Strategischer Coup? Nio plant mit seinem Flaggschiff ET7 ins Taxigeschäft einzusteigen. Im Dezember des vergangenen Jahres wurde im Rahmen einer Branchenveranstaltung ein erster Umbau der Premiumlimousine zum Taxi in Hamburg präsentiert. Zudem seien vor Ort bereits intensive Gespräche zwischen Vertretern von Unternehmen, Industrie und Behörden geführt worden. Hintergrund: Die Hansestadt fördert emissionsfreie Mobilität und stellt alle Taxis in der Stadt perspektivisch um, da ab 2025 in Hamburg nur noch lokal emissionsfreie Taxis eine Neukonzession erhalten werden. Aktuell seien in der Elbmetropole rund 3.000 Taxis unterwegs, knapp 600 davon als Elektrofahrzeuge.
Auf diesen Zug will jetzt Nio aufspringen. Denn bisher läuft es für den chinesischen Premiumhersteller in Deutschland noch nicht so rund. Neben den grundsätzlichen Hürden bei Antrieb und Ladeinfrastruktur empfinden potenzielle Interessenten vor allem die, eigenen Angaben zufolge, revolutionäre Ladelösung von Nio gewöhnungsbedürftig: dem sogenannten Swappen. So lassen sich bei Nio-Modellen die Batterien in wenigen Minuten vollautomatisch austauschen, statt sie konventionell zu laden. Dafür benötigt es allerdings eine Power-Swap-Station (PSS). Eine solche plant der asiatische E-Autobauer daher in unmittelbarer Nähe zum Hamburger Flughafen. Dank des schnellen Akkuwechselsystems seien demnach Nio-Taxis nahezu rund um die Uhr einsetzbar, ohne dass Stillstand durch lange Ladezeiten drohe.
Da sich insbesondere der ET7 als Taxi-Limousine gut eigne, bietet Nio im Rahmen einer befristeten Aktion Sonderkonditionen von bis zu 30 Prozent für Gewerbekunden an, heißt es abschließend in der Unternehmensmitteilung. (MN)