Der chinesische E-Auto-Hersteller BYD setzt deutsche Anbieter unter Druck. Hohe Rabatte sorgen für sinkende Preise und einen intensiveren Wettbewerb.
Der Preisunterschied zwischen Elektroautos und Verbrennern verkleinert sich weiter. Laut einer Analyse des Center Automotive Research (CAR) lag der durchschnittliche Preisunterschied im September bei weniger als 2.200 Euro. Im Juli kosteten Elektroautos im Schnitt noch rund 2.860 Euro mehr als Benzin- oder Dieselfahrzeuge.
Ein Hauptgrund für den Preisrückgang sind die hohen Rabatte des chinesischen Herstellers BYD, der aggressiv in den deutschen Markt drängt. Dieser Verkaufsdruck führt zu einem breiten Preiswettbewerb, der auch andere Anbieter zu Nachlässen bewegt. Aktuell liegt das Rabatt-Niveau bei Elektroautos bei 18,4 Prozent und damit höher als bei Plug-in-Hybriden und Verbrennern.
Für die kommenden Monate prognostiziert die CAR-Analyse eine weitere Angleichung der Preise. Bis spätestens 2030 sei mit vollständiger Preisgleichheit zu rechnen. Dies könnte den Marktanteil von Elektroautos weiter steigern. Laut Kraftfahrt-Bundesamt betrug dieser im September 2025 bereits über 19 Prozent.
CAR-Direktor Ferdinand Dudenhöffer warnt jedoch vor einer möglichen Verschiebung des EU-Verbrennerverbots, das für 2035 geplant ist. Eine solche Änderung könnte die Investitionsbereitschaft in Elektromobilität bei europäischen Herstellern dämpfen und ihre Position im Wettbewerb mit chinesischen Firmen schwächen. (SP-X/vdf)