Wegen fehlerhafter Hochvolt-Batterien ruft VW weltweit rund 72.700 E-Autos zurück. Welche Modelle darunter sind und was Fahrzeughalter beachten müssen.
In Deutschland müssen rund 10.000 Elektroautos wegen möglicher Batterieprobleme in die Werkstatt, wie aus Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) hervorgeht. Insgesamt umfasst der weltweite Rückruf drei Aktionen. Dazu gehören die VW-Modelle ID.3, ID.4, ID.7 und ID. Buzz sowie der Cupra Born.
Erst Ende September hatte Volkswagen wegen einer korrosionsanfälligen Schraube an der Lenkung weltweit mehr als fünf Millionen Fahrzeuge zurückgerufen. Im März mussten VW und Cupra zudem wegen Batterieproblemen bei mehr als 90.000 Elektroautos nachbessern.
Wegen fehlerhafter Hochvolt-Batterien ruft VW weltweit rund 72.700 Elektroautos zurück. Welche Modelle betroffen sind und was Halter beachten müssen.
Wegen fehlerhafter Batterien ruft Volkswagen weltweit fast 72.700 Elektroautos in die Werkstätten. In Deutschland geht es bei den insgesamt drei Rückrufen um rund 10.000 Fahrzeuge, wie aus Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) hervorgeht. Der Rückruf umfasst die VW-Modelle ID.3, ID.4, ID.7 und ID. Buzz sowie den Cupra Born.
Interne Qualitätsprüfungen hatten nach Angaben des Konzerns ergeben, dass einzelne Hochvolt-Batteriezellen bei bestimmten Fahrzeugen nicht den Qualitätsanforderungen entsprechen. Grund dafür seien Produktionsfehler bei Zulieferern.
„In seltenen Fällen kann dies zu einer erhöhten thermischen Belastung dieser Batterien führen, im Extremfall könnte ein Brand entstehen“, erklärte Volkswagen. Vorfälle mit Sach- oder Personenschäden waren nach Angaben des KBA zunächst nicht bekannt.
Laut ADAC entfallen auf Volkswagen weltweit knapp 68.000 Fahrzeuge, davon 8.650 in Deutschland. Bei Cupra sind es weltweit 4.691 und deutschlandweit 1.231 Fahrzeuge. Die Rückrufe betreffen bestimmte Produktionszeiträume zwischen 2022 und 2025.
Die folgenden Modelle und Produktionszeiträume nennt der ADAC unter Berufung auf die Rückrufdaten des KBA:
Bis zur Überprüfung der Batterie dürfen die zurückgerufenen Fahrzeuge nur noch bis maximal 80 Prozent geladen werden. Nach Angaben des ADAC müssen die Ladevorgänge zudem im Freien stattfinden. Wo technisch möglich, wird die verfügbare Ladekapazität automatisch begrenzt.
In den Werkstätten werden die Hochvolt-Batterien überprüft. Erst wenn eine Batterie als unbedenklich eingestuft wurde, kann die Ladebegrenzung aufgehoben werden. Ein Austausch der betroffenen Batteriemodule ist nach früheren Angaben eines VW-Sprechers nicht in jedem Fall erforderlich. Möglicherweise genügt ein Softwareupdate.
Die Fahrzeughalter werden per Brief über den Rückruf, die notwendigen Maßnahmen und die zuständigen Ansprechpartner informiert.
Der ADAC hält eine vorübergehende Ladebegrenzung bei konkreten Sicherheitsrisiken für gerechtfertigt. Eine dauerhafte Einschränkung der Batteriekapazität dürfe daraus jedoch nicht werden. Der Automobilclub fordert die Hersteller auf, schnell eine technische Lösung bereitzustellen, damit die Fahrzeuge wieder uneingeschränkt genutzt werden können. (iz)
Mit Material von dpa.