Immer mehr Fuhrparks entscheiden sich für Elektroautos. Aber wie entwickeln sich die Restwerte der Stromer? Eine DAT-Analyse.
Lange Zeit gestaltete es sich schwierig, Restwerte von Elektroautos zuverlässig zu prognostizieren. Zu groß waren die Unwägbarkeiten, wie sich die Nachfrage nach gebrauchten Stromern entwickeln würde. Mit immer größerer Modellvielfalt und zunehmender Akzeptanz am Markt ändert sich das. Belastbare Restwert- und Wertverlustprognosen gibt es nun auch für Elektroautos, für bfp FUHRPARK & MANAGEMENT berechneten die Experten der DAT die Wertentwicklung beliebter Autos mit Elektroantrieb.
Der Elektromotor ist der kleinste gemeinsame Nenner im Auswahlfeld, die berücksichtigten Modelle gehören verschiedenen Segmenten an. Deshalb liegen den Berechnungen neben 36 Monaten Haltedauer ausnahmsweise verschiedene Jahreslaufleistungen zugrunde: 10.000 Kilometer für kleinere und 15.000 Kilometer für mittlere Modelle sowie 20.000 Kilometer für größere und Premium-Modelle.
Das Ergebnis: Als besonders wertstabil erweisen sich größere und teurere Elektroautos. So reißt der Polestar 2 als Erstplatzierter in diesem Vergleich mit 53,3 Prozent Restwert deutlich die 50-Prozent-Marke. Der Mercedes EQC trifft sie genau, der Tesla Model 3 nähert sich ihr mit 48,1 Prozent. Auch Audi E-Tron 50 Quattro und BMW iX3 stehen mit 47,6 und 46,0 Prozent gut da. Der neue Skoda Enyaq iV 60 kratzt mit 44,7 Prozent an der 45-Prozent-Marke.
Deutlich weniger wertstabil zeigen sich dagegen die günstigeren Elektroautos im Markt. Zunächst zum Mittelfeld: So kommt der VW ID.3 Pro als Bestplatzierter in diesem Teilbereich nur auf 43,1 Prozent. Während der Hyundai Kona Elektro es noch über die 41-Prozent-Marke schafft, scheitert der Nissan Leaf an dieser Hürde.
Allerdings: Zwar liegen die Restwerte der hier betrachteten kleineren Elektroautos nur zwischen 40,2 und 41,3 Prozent. Absolut gesehen sind sie aber die Restwert-Stars dieses Vergleichs. Denn ihre deutlich geringeren Preise führen erwartungsgemäß auch zu weniger Geldabfluss. Mit 17.720 bis 18.145 Euro verlieren ihre Halter am wenigsten finanzielle Mittel.
So richtig vergleichen lässt sich das alles ja gar nicht, werden Sie jetzt vielleicht sagen, denn wir reden ja von völlig verschiedenen Fahrleistungen. Stimmt grundsätzlich, aber ein Trend lässt sich aus den Daten dennoch herauslesen. Denn ein Pfund der höherklassigen Elektroautos ist, dass sie trotz höherer Fahrleistungen relativ gesehen weniger an Wert verlieren.











