Das Arval Mobility Observatory hat die 20. Ausgabe ihres Fuhrpark- und Mobilitätsbarometers veröffentlicht. Deutlich wird: Es ist Dynamik in den Fuhrparks!
Die Ergebnisse des Arval Mobility Observatory Fuhrpark- und Mobilitätsbarometers geben auch dieses Jahr wieder Einblicke in aktuelle Flottentrends. Die dargestellten Ergebnisse basieren dabei laut Konzernangaben auf 8.605 Interviews mit internationalen Entscheidungsträgern, wobei Unternehmen mit 10 bis 99 und 100 bis 999 Beschäftigten die größte Gruppe an Befragten abbildete. Wir fassen die wichtigsten Erkenntnisse zusammen:
100 Prozent batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) machen Plug-in-Hybriden (PHEV) zunehmend Konkurrenz. Während PHEVs und Hybridfahrzeugen ihren festen Platz innerhalb von Flotten verteidigt hätten, sind rein batterieelektrische Fahrzeuge nun gleichauf mit den PHEVs. Gründe für die Entwicklung hin zu mehr E-Mobilität sieht Arvals Fuhrparkbarometer in Technologieinnovationen, zunehmend höheren Reichweiten und im Ausbau der Ladeinfrastruktur. Ein höheres Umweltbewusstsein, das Fahren in Low-Emission-Zonen sowie die Pflege des jeweiligen Unternehmensimages hätten langfristig großen Einfluss auf die Bestrebungen hin zu mehr E-Mobilität in Flotten.
Leichte Nutzfahrzeuge (LCV) hinken allerdings noch hinterher und würden nur allmählich unter Elektrifizierungsbemühungen von Flottenverantwortlichen fallen. Gemäß Arvals Fuhrparkbarometer würden in Deutschland lediglich 18 Prozent der Unternehmen auf alternative Antriebstechnologien wie BEV oder Wasserstoff im Bereich LCV setzen.
Dass Mobilität mehr ist als Dienstwagen, gibt auch Arvals Fuhrparkstudie wieder. Demnach würden 96 Prozent der Befragten ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mindestens eine ergänzende Form der Mobilität anbieten oder planen, Alternativangebote mittelfristig einzuführen. Bereits viel genutzte Varianten als Ergänzung zum Dienstwagen seien die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs, Bike-Sharing oder -Leasing sowie Sharingangebote und kurzzeitige Fahrzeugvermietung. Dass das betriebliche Mobilitätsangebot in vielen Unternehmen erweitert wird, liege auch am Fachkräftemangel: „Ein ausgewogener und auf die Belegschaft zugeschnittener Mobilitätsmix [trägt] enorm zur Attraktivität der Arbeitgebermarke bei“, sagt Katharina Schmidt, Head of Arval Mobility Observatory in Deutschland.
Mehr zum Thema New Mobility erfahren Sie in unserem Gespräch mit Sophia Matt, Beraterin für nachhaltige Mobilität:
Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen mit spürbaren Auswirkungen auf deutsche Unternehmen erwarten 89 Prozent der befragten Entscheidungsträgerinnen und -träger, über alle Unternehmensgrößen hinweg, dass ihre Fahrzeugflotte zumindest stabil bleibt, oder innerhalb der nächsten drei Jahre wächst. 69 Prozent der Unternehmen gingen davon aus, dass ihr Geschäft expandiert und der Bedarf an Firmenfahrzeugen steigen wird. Ein wichtiger Aspekt für das Flottenwachstum sei außerdem das Personalmanagement. Demnach sei Unternehmensmobilität für knapp die Hälfte der Befragten ein effektives Instrument zur Mitarbeitergewinnung und -bindung. Auch geben 47 Prozent der Unternehmen an, ihrem Personal ohne Anspruch auf einen Firmenwagen, Fahrzeuge anbieten zu wollen, z. B. durch Gehaltsumwandlung oder -verzicht.
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