Timm Burmeister im Interview: Wie Europcar mit Fleet Share durch gemeinsam genutzte Pools, Telematik-Daten und digitale Prozesse Flottenkosten optimieren will.
Unternehmen müssen ihre betriebliche Mobilität neu denken – von Kostenkontrolle bis Nachhaltigkeit. Wie Carsharing dabei helfen kann, erklärt Timm Burmeister, Commercial Director bei Europcar Deutschland.
Fleet Share ist unser neues Corporate Carsharing mit vollständiger Dienstleistung. Wir stellen Unternehmen Fahrzeuge, Telematik, eine digitale Buchungs-App und Serviceleistungen zur Verfügung. Mitarbeitende können damit – auch ohne eigenen Dienstwagen – per App Fahrzeuge buchen, öffnen und die Kosten digital abwickeln.
Der größte Teil des Aufwands entfällt, weil Prozesse digitalisiert werden und wir sie als Dienstleister übernehmen. Mitarbeitende nutzen einen Self-Service-Prozess per App: keine Schlüsselübergabe, keine Tankkartenverwaltung, kein manuelles Führen von Fahrtenbüchern. Fuhrparkmanager müssen sich nicht um Beschaffung, Wartung oder Schadensabwicklung kümmern. Sie sehen die Nutzungsdaten, während Europcar den Betrieb sicherstellt.
Es gibt eine monatliche Kostenstruktur, die klar und transparent ist: Alle wesentlichen Leistungen wie Schutz, Wartung und Inspektionen sind enthalten. Für Fuhrparkmanager bedeutet das bessere Planbarkeit und Kostenkontrolle ohne zusätzliche versteckte Posten. Gleichzeitig lassen sich Gesamtkosten reduzieren, da Fahrzeuge gemeinsam genutzt werden und Kapital nicht in stillgelegten Einzelwagen gebunden ist.
Wir liefern Daten zur tatsächlichen Nutzung: Auslastungsanalysen pro Fahrzeug, Nutzungshäufigkeit und typische Nutzungszeiten. Diese Kennzahlen unterstützen Fuhrparkmanager bei der Planung und helfen, Dienstwagen-Angebote in effizientere Poolflotten zu überführen. So entsteht eine Grundlage für fundierte Entscheidungen zur Kostenoptimierung.
Fleet Share kann über digitale Schnittstellen (APIs) in bestehende Systeme integriert werden – etwa in Fuhrpark- oder Travel-Management-Software. So lassen sich Reportings, Nutzerverwaltung oder eine eigene Buchungsoberfläche einbinden.
Die optionalen Module, zum Beispiel Fahrtenbuch oder Führerscheinprüfung, sind bereits Bestandteil der Lösung. Sie können bei der Einrichtung aktiviert werden und stehen danach direkt in der App zur Verfügung. Für die Nutzer bedeutet das: keine zusätzlichen Tools, sondern eine Anwendung.
Die erfassten Fahrdaten – Fahrzeugtyp, Kilometer, Nutzungszweck und Zeitraum – können für das CO2-Reporting genutzt werden. Unternehmen müssen diese Daten nicht mehr selbst zusammentragen, sondern können sie direkt in ihre Nachhaltigkeitsberichte übernehmen.
Fleet Share kann ein Bestandteil moderner HR-Benefits sein. Fahrzeuge lassen sich auch außerhalb der Arbeitszeiten, etwa abends oder am Wochenende, zur privaten Nutzung bereitstellen. Das ist besonders dort interessant, wo es kein anderes Carsharing-Angebot gibt. Unternehmen können damit ihre Attraktivität erhöhen und zugleich ein nachhaltigeres Mobilitätsangebot machen.
Ja, über vorhandene Schnittstellen. Fleet Share kann in Mobilitätsbudgets oder Mobility-as-a-Service-Angebote integriert werden. Das Budget wird dabei als Zahlungsmethode genutzt.
Travelmanager können Dienstreisen mit Fleet Share einplanen und Fahrzeuge je nach Bedarf bereitstellen – für kurze Termine ebenso wie für längere Reisen.
Überall dort, wo mehrere Personen auf Fahrzeuge zugreifen, ist die App eine passende Lösung, um Buchungen zu organisieren und die Flotte besser auszulasten. Das gilt auch für Handwerksbetriebe oder Außendienstflotten.
Der Unterschied liegt darin, dass Europcar nicht nur eine Softwarelösung anbietet, sondern Fahrzeuge, digitale Plattform und Service kombiniert. Damit gibt es für den Kunden einen zentralen Ansprechpartner für alle Fragen und Aufgaben.
Wir entwickeln Fleet Share kontinuierlich weiter. Neue Funktionen sind geplant, konkrete Details geben wir zu einem späteren Zeitpunkt bekannt.