Etwa 13,5 Mio. Deutschland-Tickets sind aktuell im Umlauf. Das sind etwa 1,5 Millionen weniger als erwartet. Grund dafür sei unter anderem die mangelnde Investitionsbereitschaft von Unternehmen aufgrund der unsicheren Finanzierung des Deutschland-Tickets.
Aktuell sind etwa 13,5 Millionen Deutschland-Tickets im Umlauf, wie der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) mitteilte. Damit hat der VDV sein Ziel von 15 Millionen Deutschland-Tickets um etwa 10 Prozent verfehlt. Die Preiserhöhung des Deutschland-Tickets zum Jahreswechsel habe sich nur gering auf den Besitz oder Kauf des Deutschland-Tickets ausgewirkt. Die Kündigungsquote des Deutschland-Tickets lag im Januar 2025 hingegen bei 8,1 Prozent. 2024 lag die monatliche Quote bei rund sieben Prozent.
Das rabattierte Jobticket stagniere nach wie vor bei einem Anteil von rund 20 Prozent an allen verkauften Deutschland-Tickets. Ein Grund für die Stagnation sei die fehlende Investitionsbereitschaft von Unternehmen, da die langfristige Finanzierung des Deutschland-Tickets unklar sei. Bund und Länder haben sich auf einen maximalen Ausgleichsbetrag von jährlich drei Milliarden Euro festgelegt. Der Ausgleich, den der Bund den Verkehrsbetrieben durch entgangene Einnahmen zahlt, ist im Jahr 2024 nach Berechnungen des VDV allerdings deutlich gestiegen. Demzufolge müssen für das vergangene Jahr mindestens 3,45 Milliarden Euro an entgangenen Einnahmen durch Bund und die Länder ausgeglichen werden. „Die von Bund und Ländern jährlich zur Verfügung gestellten drei Milliarden Euro werden dauerhaft nicht ausreichen, um den Verlust der Branche auszugleichen“, sagt Ingo Wortmann, VDV-Präsident. „Für eine langfristige Finanzierung des Deutschland-Tickets braucht es verbindlich zugesagte Mittel von Bund und Ländern in ausreichender Höhe und inklusive einer jährlichen Dynamisierung, damit das Ticket für die Fahrgäste preislich attraktiv bleiben kann.“ (ks)