Der deutsche Pkw-Markt ist im ersten Halbjahr um 5,8 Prozent gewachsen. Elektroautohersteller und mehrere chinesische Marken legten deutlich zu.
Mit 1.484.393 Neuzulassungen verzeichnete der deutsche Pkw-Markt in den ersten sechs Monaten 2026 ein Wachstum von 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zu den wichtigsten Wachstumstreibern zählten nach Daten des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) batterieelektrische Fahrzeuge, deren Neuzulassungen um 48 Prozent zunahmen.
Zu den größten Gewinnern unter den Marken mit mindestens einem Prozent Marktanteil zählt BYD. Der chinesische Hersteller erreichte im ersten Halbjahr 26.252 Neuzulassungen und einen Marktanteil von 1,8 Prozent. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Zuwachs von 315 Prozent.
Tesla kam auf 28.857 Neuzulassungen. Das entspricht einem Marktanteil von 1,9 Prozent und einem Plus von 225 Prozent. Beide Hersteller profitierten vom starken Wachstum des Elektroautomarktes. Bei BYD wirkte sich zudem der Ausbau des noch vergleichsweise jungen Vertriebs- und Modellangebots aus, während bei Tesla auch das schwache Vorjahresergebnis eine Rolle spielte.
Ebenfalls deutlich zulegen konnte MG Roewe. Die Marke erreichte 16.152 Neuzulassungen, 1,1 Prozent Marktanteil und ein Wachstum von 40,2 Prozent. Mini steigerte seine Zulassungen um 39 Prozent auf 21.171 Fahrzeuge. Fiat kam auf 35.832 Neuzulassungen und legte um 29 Prozent zu. Davon dürfte nach Einschätzung der Marktbeteiligten der Trend zu kleineren und elektrifizierten Fahrzeugen profitiert haben.
Knapp außerhalb der Gruppe der stärksten Gewinner lagen Mazda mit 24.435 Neuzulassungen und einem Plus von 20 Prozent sowie Skoda mit 128.218 Fahrzeugen und einem Wachstum von 18 Prozent. Die tschechische Marke war damit zugleich stärkster Importeur auf dem deutschen Markt und erreichte einen Marktanteil von 8,6 Prozent.
Auch bei kleineren Herstellern zeigten sich starke Zuwächse. Leapmotor steigerte die Neuzulassungen um 306,5 Prozent auf 8.402 Fahrzeuge. Xpeng legte um 215 Prozent auf 3.357 Fahrzeuge zu, Smart um 116 Prozent auf 4.218 Einheiten. Alle drei Marken blieben jedoch unter einem Marktanteil von einem Prozent.
Unter den deutschen Marken blieb Volkswagen mit 273.747 Neuzulassungen und einem Marktanteil von 18 Prozent weiterhin Marktführer. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutete dies allerdings ein Minus von 4,3 Prozent.
BMW konnte seine Neuzulassungen um 6,5 Prozent auf 126.766 Fahrzeuge steigern und erreichte einen Marktanteil von 8,5 Prozent. Audi legte um 9 Prozent auf 106.422 Fahrzeuge zu. Mercedes bewegte sich mit 125.960 Neuzulassungen nahezu auf Vorjahresniveau und verzeichnete einen Rückgang von 0,8 Prozent. Opel kam auf 70.403 Neuzulassungen und wuchs um 14,5 Prozent. Porsche verlor dagegen 5,5 Prozent und erreichte 15.601 Neuzulassungen.
Auf der Verliererseite stand unter den größeren Marken vor allem Toyota. Der japanische Hersteller kam auf 32.206 Neuzulassungen und ein Minus von 18,5 Prozent. Volvo verlor 17,6 Prozent und erreichte 26.278 Fahrzeuge. Ford büßte 9,2 Prozent ein und kam auf 48.255 Neuzulassungen. Auch Seat schloss das erste Halbjahr trotz eines starken Juni mit einem Rückgang von 5,7 Prozent ab. Die Marke verzeichnete 79.094 Neuzulassungen.
Die Halbjahresbilanz zeigt damit einen insgesamt wachsenden deutschen Pkw-Markt, dessen Dynamik vor allem von batterieelektrischen Fahrzeugen sowie mehreren chinesischen Herstellern geprägt wurde (sp-x).