Der Elektroauto-Anteil in Europa steigt deutlich, während der Gesamtmarkt nur moderat zulegt. Chinesische Hersteller können ihre Marktanteile erhöhen.
Im Zeitraum Januar bis Mai 2026 wurden in der EU sowie in den EFTA-Staaten und Großbritannien rund 1,25 Millionen batterieelektrische Pkw neu zugelassen. Das entspricht einem Plus von 31,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wie das Center of Automotive Management (CAM) ermittelt hat.
Der Anteil rein elektrischer Pkw am Gesamtmarkt lag bei 21,5 Prozent und erreichte damit einen neuen Höchstwert. Zusammen mit Plug-in-Hybriden kamen Fahrzeuge mit extern aufladbarer Batterie auf rund 1,84 Millionen Neuzulassungen. Ihr gemeinsamer Marktanteil betrug 31,6 Prozent. Insgesamt wuchs der europäische Pkw-Markt in den ersten fünf Monaten um 4,5 Prozent auf 5,82 Millionen Fahrzeuge und damit deutlich langsamer.
Deutschland war mit knapp 284.000 neu zugelassenen Elektroautos und einem Zuwachs von 41 Prozent der größte Einzelmarkt. Dahinter folgten Großbritannien mit rund 221.000 Einheiten sowie Frankreich mit knapp 186.000 Fahrzeugen. Besonders hoch blieb der Anteil in Skandinavien: In Norwegen lag er bei 98 Prozent, in Dänemark bei 80 Prozent.
Marktführer blieb der Volkswagen-Konzern mit gut 1,5 Millionen Neuzulassungen, was einem Wachstum von 1 Prozent entspricht. Stellantis steigerte den Absatz um 5,3 Prozent auf rund 905.000 Fahrzeuge. Deutlich stärker wuchsen chinesische Hersteller: Ihre Neuzulassungen erhöhten sich laut CAM um 61 Prozent auf etwa 619.000 Autos. Größte Gruppe war Geely mit knapp 177.000 Fahrzeugen, gefolgt von SAIC mit rund 141.000 sowie BYD mit gut 135.000 Einheiten. (sp-x)