Insbesondere in größeren Städten gehören E-Scooter inzwischen zum Straßenbild. Damit einher geht laut Statistischem Bundesamt ein rasanter Anstieg der Unfallzahlen
Je größer die Stadt, desto mehr E-Scooter: Die praktischen Roller mit E-Antrieb haben sich in Deutschland als beliebtes alternatives Verkehrsmittel etabliert. Auch für betriebliche Fuhrparks sind sie, im Rahmen von Mobilitätsstrategien im urbanen Raum, interessant. Allerdings zeigt eine aktuelle Unfallstatistik des Statistischen Bundesamts auch, welches Gefahrenpotenzial von E-Rollern ausgeht. So stieg die Zahl der E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden im vergangenen Jahr um 14 Prozent auf 9.425. Die Zahl der bei E-Scooter-Unfällen getöteten Personen verdoppelte sich sogar von 11 auf 22. Insgesamt bleibt der Anteil der E-Scooter am Unfallgeschehen laut Destatis trotz des leichten Anstiegs aber gering. Die häufigsten Unfallursachen sind „falsche Straßenbenutzung“ und „Alkoholeinfluss“.
Auffällig bei der Analyse der Altersstruktur der bei E-Scooter-Unfällen verletzten Personen ist der hohe Anteil junger Menschen. So waren 41,6 Prozent der Verunglückten jünger als 25 Jahre und 80,4 Prozent jünger als 45 Jahre. Nur 3,4 Prozent gehörten der Altersgruppe 65+ an. Zum Vergleich: Bei Verkehrsunfällen mit Fahrrädern und Pedelecs waren knapp 20 Prozent der 2023 Verunglückten 65 Jahre und älter. 48,7 Prozent gehörten der Altersgruppe bis 45 Jahre an, 22,1 Prozent waren nicht älter als 25 Jahre. (SP-X/MN)