Nach Jahren des Wachstums erlebte die Fahrradbranche 2024 einen Dämpfer. Der Gesamtumsatz und die Beschäftigungszahlen sind zurückgegangen. Dienstradleasinganbieter haben indes kräftig Personal eingestellt.
Die schwierige Lage in der deutschen Wirtschaft macht sich nun auch in der Fahrradbranche bemerkbar. Nach Jahren des Wachstums hat die Fahrradwirtschaft im Jahr 2024 deutlich an Dynamik verloren und Rückgänge beim Umsatz und bei der Beschäftigungszahl verzeichnet. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie des T3 Transportation Think Tank, die vom Wirtschaftsverband Zukunft Fahrrad in Auftrag gegeben wurde.
Von 2019 bis 2023 ist der Umsatz der gesamten Branche von jährlich 16,5 Milliarden Euro auf 29,3 Milliarden Euro gestiegen. Im Jahr 2024 sank er allerdings auf 27,2 Milliarden Euro. Das entspricht einem Rückgang von etwas über 7 Prozent.
Mehr als 205.000 Beschäftigte profitieren direkt, indirekt (durch bezogene Lieferungen und Leistungen) oder induziert (Konsumausgaben der Beschäftigten) von den Sektoren Handel, Herstellung und Dienstleistungen. Hier ging die Beschäftigungszahl in der Herstellung und im Handel um 4 Prozent bzw. 1 Prozent zurück. Die Umsätze in der Herstellung sind mit einem Minus von 10 Prozent deutlich gesunken. Rückgänge bei Umsatz und Beschäftigung gab es vor allem in der Herstellung von Komponenten und Zubehör.
Dienstleistungen, insbesondere das Dienstradleasing, sind stabil geblieben. Dienstradleasinganbieter haben weiter eingestellt und ihren Beschäftigungsstamm um 16 Prozent ausgebaut. Ihr Umsatz sank hingegen im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent. (ks)