Der Anteil von Elektroautos steigt wieder deutlich. Laut Studie sind vor allem Firmenflotten ein wichtiger Treiber der Markterholung.
Der Markt für Elektroautos in Europa hat sich nach einem schwachen Jahr 2024 erholt. Eine Studie der Beratungsgesellschaft Berylls by AlixPartners sieht insbesondere Dienstwagenflotten als zentralen Wachstumstreiber.
Der Anteil batterieelektrischer Fahrzeuge an den Neuzulassungen lag 2025 in Europa bei 19,5 Prozent. In Deutschland betrug er 19,1 Prozent. Laut Analyse ist diese Entwicklung weniger auf Kaufprämien zurückzuführen als auf strukturelle Faktoren.
Als entscheidend gelten ein breiteres Modellangebot, Kostenvorteile im Betrieb sowie strengere EU-Vorgaben. Vor allem die Nachfrage nach elektrischen Firmenwagen habe erheblich zur Markterholung beigetragen. In Belgien stieg der Anteil von E‑Autos an den Neuzulassungen seit 2021 von knapp sechs auf fast 35 Prozent. 2025 wurden dort 89 Prozent aller neuen Elektroautos als Firmenwagen zugelassen.
Trotz steigender Neuzulassungen bleibt der Anteil von Elektroautos im Gesamtbestand vergleichsweise gering. Im Jahr 2025 lag er in Europa bei 3,5 Prozent. Bis 2035 könnte er laut Studie auf mehr als 25 Prozent beziehungsweise rund 80 Millionen Fahrzeuge steigen.
Mit der zunehmenden Verbreitung wächst auch der Energiebedarf. Der tägliche Ladestrombedarf könne europaweit von rund 85 GWh im Jahr 2025 auf mehr als 350 GWh steigen.
International zeigt sich ein unterschiedliches Bild. In China lag der Anteil reiner Elektroautos an den Neuzulassungen 2025 bei 28 Prozent. Dort existieren bereits mehr als 20 Millionen Ladepunkte, die jedoch stark auf Städte konzentriert sind. Bis Ende 2027 sollen es 28 Millionen werden. (SP-X)