Beim Firmenwagen zählt zunehmend der praktische Nutzen. Eine Umfrage von MHC Mobility zeigt, welche Faktoren Unternehmen jetzt besonders wichtig sind.
Firmenwagen bleiben in vielen Unternehmen Teil der betrieblichen Mobilität. Laut einer Omniquest-Befragung im Auftrag von MHC Mobility unter rund 1.000 Berufstätigen in Deutschland steht bei Firmenfahrzeugen vor allem der praktische Nutzen im Vordergrund. Zugleich zeigt die Umfrage, dass elektrische Antriebe im Firmenfuhrpark weiter aufholen.
In Unternehmen mit Firmenfahrzeugen sehen 79 Prozent der Befragten den Firmenwagen vor allem als notwendiges Mobilitätswerkzeug, etwa für Außendienst, Technik oder andere Tätigkeiten mit direktem Fahrzeugbedarf. Nur 21 Prozent ordnen ihn in erster Linie als Benefit zur Motivation und Bindung von Mitarbeitenden ein.
„Die Zahlen zeigen sehr klar: Der Firmenwagen ist in vielen Unternehmen kein Statussymbol, sondern eher ein Mittel zum Zweck“, sagt Rainer Thies, CEO beim Auto-Abo-Anbieter MHC Mobility. Mobilitätslösungen müssten vor allem zuverlässig, kalkulierbar und einfach nutzbar sein. Für Unternehmen gehe es darum, Fahrzeuge ohne zusätzlichen Verwaltungsaufwand schnell verfügbar zu machen.
Bei der Auswahl eines Firmenwagens stehen laut Umfrage wirtschaftliche und praktische Kriterien im Vordergrund. 45 Prozent nennen geringe Kosten als einen der wichtigsten Faktoren. 42 Prozent zählen einen geringen Aufwand für Wartung, Service und Versicherung zu den wichtigsten Entscheidungskriterien. Weniger relevant ist dagegen, immer das neueste Modell zu fahren. Dieser Punkt wird von weniger als neun Prozent genannt.
Auch bei der Vergabe zeigt sich der funktionale Blick auf Firmenwagen. Laut Umfrage werden Fahrzeuge vor allem nach praktischen Kriterien vergeben:
Auch beim monatlichen Budget pro Firmenfahrzeug zeigen sich deutliche Unterschiede. Am häufigsten nennen die Befragten variable Budgets je nach Position oder Fahrzeugtyp:
Bei den bevorzugten künftigen Antriebsarten im Firmenfuhrpark liegen Elektroautos und Benziner mit jeweils 46 Prozent gleichauf. Hybridfahrzeuge kommen auf 31 Prozent, Diesel auf 29 Prozent. 59 Prozent der Befragten aus Unternehmen mit Firmenfahrzeugen bevorzugen mindestens eine elektrifizierte Antriebsform, also Hybrid oder batterieelektrisch.
„Die Transformation ist also keine Nische mehr, und die Nutzer sind deutlich offener für E-Autos als noch vor einigen Jahren“, ordnet Thies ein. „Für Unternehmen ist dabei auch entscheidend, dass sie Fahrzeuge testen, vergleichen und bei Bedarf anpassen können, ohne sich langfristig auf eine falsche Lösung festzulegen.“