Katerstimmung. Der Relevante Flottenmarkt musste bei den Neuzulassungen im Mai 2024 empfindliche Rückgänge hinnehmen und gerät nun stärker unter Druck.
Schmerzliche Verluste. Während die Märkte im April noch von drei zusätzlichen Arbeitstagen profitieren konnten, sah es gemäß der aktuellen Dataforce-Erhebung im Mai im Relevanten Flottenmarkt spürbar schlechter aus. Mit einem Minus von 4,3 Prozent hat sich dieses Segment deutlich eingetrübt. In absoluten Zahlen manifestiert sich der Marktrückgang laut Dataforce in insgesamt 236.425 Pkw-Neuzulassungen. Im Vorjahreszeitraum wurden noch 246.966 Pkw-Neuzulassungen verzeichnet.
Die starken Rückgänge im Flottenmarkt hatten auch erheblichen Einfluss auf das ebenfalls wenig berauschende Ergebnis des Gesamtmarkts. Demnach ließen Flotten bemerkenswerte 16,3 Prozent weniger Fahrzeuge zu, was in Summe gemäß Dataforce einem Minus von 14.216 Pkw entspreche. Hinzukomme, dass wegen des schwächelnden Marktes Tageszulassungen merklich zugenommen haben. Dataforce hat in diesem Bereich im Mai ein Plus von 2,8 Prozent auf den Händlerhöfen registriert.
Mit unerfreulichen 18,2 Prozent sind die Zulassungsrückgänge im Fahrzeugbau sogar noch größer. Der sich seit Monaten ohnehin im Abwärtstrend befindliche Privatmarkt zeigte laut Dataforce mit einem Minus von 1,3 Prozent keine großen Ausschläge.
Partystimmung hingegen bei den Autovermietern. Nach der schwierigen Pandemiezeit konnten sie im Mai gemäß Dataforce-Untersuchung erstmals wieder Vor-Corona-Niveau erreichen. Sie gelangten demnach nicht nur an deutlich mehr Fahrzeuge (+24,3 Prozent), sondern das Segment konnte am stärksten wachsen und legte um fast 7.000 Fahrzeuge zu, wodurch sich ein neuer Rekordmarktanteil für Vermieter in Höhe von 14,8 Prozent ergab. So hoch sei der Anteil bis dato noch nie gewesen.
Im erstarkten Vermieterkanal profitierten vor allem Benziner und Plug-In-Hybride (PHEV) vom neuen Rekordmarktanteil. So legten Benziner nach Dataforce-Angaben um satte 51 Prozent zu (+7.286 Einheiten), die somit den Löwenanteil ausmachten. PHEVs stiegen sogar um erstaunliche 342 Prozent, wodurch sie wieder an die hohen Marktanteile von 2022 anknüpfen konnten. Der Rest der Kraftstoffarten gab im Vermieterkanal sogar nach.
Von der schwachen Nachfrage seien im Flottenmarkt fast alle Kraftstoffarten betroffen gewesen. Wenig überraschend: Mit einem Minus von enttäuschenden 38 Prozent waren Stromer dabei die größten Verlierer. Benziner und Selbstzünder gingen um neun bzw. 13 Prozent zurück. Lediglich Hybride konnten als einzige Kraftstoffart mit vier Prozent zulegen.
Im Vergleich zum Pkw-Markt ging es bei den Transportern ruhiger zu. Mit 43.291 Neufahrzeugen lag der Markt lediglich 0,5 Prozent, bzw. 239 Fahrzeuge über dem Ergebnis von Mai 2023. Dabei verlor der Relevante Flottenmarkt laut Dataforce 1,1 Prozent, während der Privatmarkt um 2,8 Prozent zulegte. (MN)