Wasserstoffautos erleben weltweit einen Rückgang. SNE Research meldet 34% weniger Neuzulassungen im ersten Halbjahr 2024. Vorreiter wie Hyundai und Toyota schwächeln.
Sie galten lange als einer der Hoffnungsträger in der Mobilitätswende. Doch die neuesten Zulassungszahlen zeigen ein anderes Bild: Statt eines Durchbruchs bleibt die Brennstoffzellen-Technologie weltweit eine Randerscheinung. Das belegen die aktuellen Zahlen der koreanischen Unternehmensberatung SNE Research für das erste Halbjahr 2024.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: In den ersten sechs Monaten des Jahres 2024 wurden weltweit nur 5.621 neue Wasserstofffahrzeuge zugelassen. Das entspricht einem Rückgang von satten 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem noch 8.524 Brennstoffzellenfahrzeuge (FCEV) auf die Straßen kamen. Schon 2023 waren die Zulassungen mit 16.413 FCEV im Vergleich zum Rekordjahr 2022 (20.704 Neuzulassungen) stark rückläufig. Damit setzt sich der Negativtrend fort, der die Zukunft der Wasserstofftechnologie ins Wanken bringt.
Die Pioniere der Wasserstofftechnologie, Hyundai und Toyota, verzeichnen ebenfalls deutliche Rückgänge. Hyundai, einst Vorreiter mit dem Nexo, muss im ersten Halbjahr 2024 einen Einbruch der FCEV-Verkäufe um 42,6 Prozent hinnehmen. Toyota, bekannt für seinen Mirai, steht mit einem Minus von 44,9 Prozent kaum besser da. Selbst in China, wo der Markt für wasserstoffbetriebene Nutzfahrzeuge traditionell stark ist, ging die Zahl der Neuzulassungen um 17,3 Prozent auf 2.478 zurück.
Interessanterweise sticht Japan in dieser globalen Abwärtsspirale positiv hervor. Dort wurden im ersten Halbjahr 2024 immerhin 440 neue Wasserstoffautos zugelassen – ein beeindruckender Anstieg um 117,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Doch reicht das, um die Zukunft der Technologie zu retten?
Die aktuellen Zahlen zeigen klar: Wasserstoffautos haben es schwer, ihren Platz im globalen Markt zu behaupten. Während Elektromobilität boomt, scheinen Brennstoffzellenfahrzeuge ins Hintertreffen zu geraten. China bleibt zwar vorerst an der Spitze, aber die rückläufigen Zulassungen weltweit werfen Fragen auf, ob die Technologie wirklich das Potenzial hat, in der Antriebswende eine zentrale Rolle zu spielen. (sp-x/ja)