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Rückruf bei VW, Audi und Seat

VW-Rückruf: Fast eine Million Autos betroffen

VW, Audi und Seat rufen zahlreiche Fahrzeuge wegen eines Lenkungsproblems zurück. Welche Modelle in die Werkstatt müssen und warum teils sogar zweimal.

2 Min.30.09.2026, 11:04 Uhr
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Fast 950.000 Fahrzeuge von VW, Audi und Seat sind in Deutschland von einem Rückruf betroffen.
Fast 950.000 Fahrzeuge von VW, Audi und Seat sind in Deutschland von einem Rückruf betroffen. photogoodwin - stock.adobe.com

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VW-Rückruf: Fast eine Million Autos betroffen. In: /branche-und-markt/vw-rueckruf-fast-eine-million-autos-betroffen, 30.09.2026, /branche-und-markt/vw-rueckruf-fast-eine-million-autos-betroffen (abgerufen am: 29.10.2026)

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Eine korrodierende Befestigungsschraube an der Lenkung sorgt für einen großangelegten Rückruf im Volkswagen-Konzern. Betroffen sind mehrere weit verbreitete Modelle von VW, Audi und Seat. Einige Fahrzeuge im Fuhrpark müssen möglicherweise sogar zweimal in die Werkstatt, weshalb bei größeren Beständen vorzeitig geprüft werden sollte.

Diese Modelle sind vom VW-Rückruf betroffen

Nach Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes sind in Deutschland mindestens 950.000 Fahrzeuge von VW, Audi und Seat Teil des Rückrufs. Allein bei Volkswagen geht es um rund 895.000 Autos, weltweit um etwa 2,1 Millionen.

Bei VW umfasst der Rückruf die Modelle Tiguan, Touran, Caddy, Golf Variant und Golf Sportsvan aus dem Produktionszeitraum September 2013 bis Juli 2024. Bei Audi ist der Q3 aus dem Zeitraum 31. Oktober 2017 bis 23. Mai 2024 betroffen. In Deutschland geht es dabei um gut 58.500 Fahrzeuge. Auch die Seat-Modelle Ateca und Tarraco aus dem Produktionszeitraum April 2016 bis September 2024 werden zurückgerufen. Wie viele Autos der spanischen VW-Tochter betroffen sind, war zunächst nicht bekannt.

Korrosion kann die Lenkung beeinträchtigen

Grund für den Rückruf ist eine Befestigungsschraube der Lenkung. Unter bestimmten Umwelteinflüssen und nach langjährigem Kontakt mit Streusalz kann sie korrodieren. Volkswagen erklärt dazu: „Schreitet diese Korrosion fort, kann in Einzelfällen die Befestigung der Lenkung und damit ihre Funktion beeinträchtigt werden“.

Im schlimmsten Fall kann die Lenkfunktion so stark beeinträchtigt werden, dass der Fahrer das Fahrzeug nicht mehr sicher kontrollieren kann. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes sind bislang allerdings keine Sach- oder Personenschäden bekannt. „Bislang gab es in diesem Zusammenhang keine Personen- oder weitergehenden Sachschadensfälle“, sagte ein Audi-Sprecher.

VW-Rückruf: Engpass bei Ersatzteilen möglich

Für Fuhrparks könnte vor allem die Ersatzteilsituation zum Problem werden. Zum Start der Rückrufaktion steht die eigentlich vorgesehene Schraube möglicherweise nicht in ausreichender Menge zur Verfügung. In diesem Fall dürfen Werkstätten zunächst eine andere Schraube einsetzen.

Damit ist die Rückrufaktion für das jeweilige Fahrzeug allerdings noch nicht abgeschlossen. Sobald das regulär vorgesehene Ersatzteil verfügbar ist, müsse das Fahrzeug erneut in die Werkstatt. Ein VW-Sprecher bezeichnete dieses Vorgehen als „sinnhafte Vorgehensweise“. So sollen Fahrzeuge mit bereits festgestellter Korrosion nicht ohne Reparatur die Werkstatt verlassen müssen. Der Konzern beziffert die Dauer des Austauschs auf bis zu eine Stunde. Für Fahrzeughalter ist die Instandsetzung kostenlos.

Fuhrparks sollten betroffene Fahrzeuge prüfen

Volkswagen zufolge können die betroffenen Fahrzeuge grundsätzlich weiter genutzt werden. Wie stark die Schraube tatsächlich von Korrosion betroffen ist, hängt unter anderem davon ab, wie stark das Fahrzeug über die Jahre Streusalz ausgesetzt war. Betroffene Halter werden schriftlich über den Rückruf informiert. Fuhrparkverantwortliche können zusätzlich die Fahrzeug-Identifizierungsnummer ihrer Fahrzeuge prüfen und sich bei Unsicherheit an einen Servicepartner wenden. Die Rückrufcodes lauten 48VS für Volkswagen, 48LG für Audi und 48T7 für Seat. (dpa/iz)

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