Der Wegfall der E-Auto-Prämie beeinflusst den deutschen Automarkt voraussichtlich massiv. Das CAR-Institut rechnet bei E-Autos mit Absatzrückgängen von bis zu 200.000 Fahrzeugen.
Neuzulassungen bei E-Autos könnten sechsstellig abnehmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des CAR-Center Automotive Research in Bochum. Grund dafür sei der Wegfall oder die Kürzung der Prämien für E-Autos. Dieser mache die Anschaffung eines vollelektrischen Fahrzeugs unattraktiv. Vor allem den Massenmarken seien davon betroffen, nicht aber Tesla und die chinesischen Marken, die aufgrund ihrer effizienteren Produktion mit Preissenkungen reagieren können. Diese werden allerdings nach Einschätzung von Institutsleiter Ferdinand Dudenhöffer bei weitem nicht ausreichen, um den E-Automarkt in Deutschland zu drehen. Er erwartet Absatz-Rückgänge von 90.000 bis 200.000 Fahrzeugen, je nach weiterem Verlauf der Förderung. Im ungünstigsten Fall schrumpft der Absatz an reinen E-Autos auf 320.000 Einheiten. Im laufenden Jahr werden es rund 520.000 Einheiten sein.
„Nach unserer Einschätzung wird es bis zum Jahr 2027 brauchen, bis erneut die 18 Prozent Marktanteil beim Elektroauto in Deutschland erreicht werden“, so Dudenhöffer. Gewinner seien die chinesischen Autobauer und Tesla, die durch die hohe Nachfrage in China ihre Skalierungsvorteile ausbauen könnten. Das seien nicht die besten Voraussetzungen für die europäischen Autobauer bei der Transformation in das neue Zeitalter der Mobilität. (SP-X/ks)