Der Automobilzulieferer ZF Lifetec hat seinen beheizten Sicherheitsgurt weiterentwickelt. Der Einsatz des Gurtes soll eine positive Auswirkung auf die Reichweite im Winter haben.
ZF Lifetec hat die zweite Generation seiner beheizten Sicherheitsgurte vorgestellt. Diese Gurte verfügen über Heizdrähte, die die Sitz- und Luftheizung im Auto ergänzen. Ein intelligenter Algorithmus reguliert die Heizleistung basierend auf Hauttemperatur, Innenraumklima und Sonneneinstrahlung. Die Daten der Klimaanlage werden ebenfalls berücksichtigt, sodass kein Temperatursensor im Gurtband mehr erforderlich ist.
Die Heizgurte sind speziell für Elektrofahrzeuge konzipiert, denn bei diesen entsteht keine Motorabwärme zur Erwärmung des Innenraums. Die körpernahe Wärmequelle kann die energieintensive Luftheizung entlasten und laut ZF Lifetec die Reichweite des Fahrzeugs in der kalten Jahreszeit um bis zu 6 Prozent erhöhen.
Mit einer Dicke von etwa 1,3 Millimetern unterscheiden sich die beheizten Gurte kaum von herkömmlichen Sicherheitsgurten. Sie sollen innerhalb von zwei Minuten von minus fünf auf 40 Grad erwärmt werden und für eine gleichmäßige Wärme sorgen. Laut Hersteller bietet das System keine Kompromisse bei der Sicherheit, sondern sogar Vorteile. Durch die Gurte sei eine Winterjacke unnötig und die Gurte lögen enger am Körper an. Somit können sie bei einem Unfall besser schützen.
Zu den Kosten des serienreifen Heizsystems hat sich ZF nicht geäußert. (SP-X/vdf)