Der norwegische Automobilclub NAF hat 24 Elektrofahrzeuge in einem Reichweitentest unter Sommerbedingungen erprobt. Die Ergebnisse weichen teils deutlich von Herstellerangaben ab.
Der norwegische Automobilclub NAF hat Anfang Juni 24 Elektroautos im Rahmen des „El Prix“ unter realen Sommerbedingungen getestet. Ziel war es, die tatsächliche Reichweite und die Abweichung zu den WLTP-Angaben zu ermitteln.
Die längsten Distanzen erzielten Modelle mit großen Akkus. Der BMW iX3 kam auf 781 Kilometer, gefolgt vom Lucid Gravity mit 720 Kilometern und dem Mercedes-Benz CLA mit 675 Kilometern. Die jeweiligen Batteriekapazitäten lagen bei 109, 123 und 90 kWh.
Gefahren wurde auf Landstraßen, Autobahnen und Ortsdurchfahrten bei für Norwegen typischen moderaten Geschwindigkeiten. Die Temperaturen lagen zwischen zwölf und 18 Grad Celsius.
Bei der Differenz zwischen Praxiswert und Herstellerangabe lag der Xpeng X9 vorne. Der Van erreichte 650 Kilometer und übertraf seine WLTP-Reichweite um 65 Kilometer beziehungsweise 11,4 Prozent. Rang zwei belegte der Kia EV2 mit 325 Kilometern. Trotz der geringsten Distanz im Feld lag er um 17 Kilometer beziehungsweise 5,4 Prozent über seinem Normwert.
Nicht alle Fahrzeuge erreichten ihre offiziellen Angaben. Der MG IM6 verfehlte den WLTP-Wert von 505 Kilometern deutlich und kam nur auf 446 Kilometer. Weitere negative Abweichungen zeigten der Hyundai Ioniq 9 mit 566 Kilometern, was einem Minus von 34 Kilometern entspricht, und der Mercedes-Benz CLA mit 675 Kilometern, ein Minus von 33 Kilometern. (sp-x)